40 Jahre Krise
Sonntag 23. September 2012
Aus gegebenem Anlass: der Prokla-Krisen-Brennpunkt. Liste aller Artikel zum Thema Krise aus mehr als 40 Jahren Prokla.
Sonntag 23. September 2012
Aus gegebenem Anlass: der Prokla-Krisen-Brennpunkt. Liste aller Artikel zum Thema Krise aus mehr als 40 Jahren Prokla.
Mittwoch 27. März 2013
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Soziale Kämpfe in Afrika (März 2013)
| PROKLA-Redaktion: Editorial | |
| Soziale Kämpfe in Afrika |
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| Bettina Engels: Hungeraufstände und Kämpfe gegen hohe Preise | |
| Louisa Prause: Mit Rap zur Revolte: Die Bewegung Y’en a marre | |
| Claus-Dieter König: Woher der Wind weht in Westafrika | |
| Baba Aye: Das Januarerwachen in Nigeria | |
| Michael Watts: Imperiales Öl und vergessene Verbrechen: Grenzgebiete der Enteignung im Niger-Delta. | |
| Thomas Greven: Tuareg-Rebellion, Islamismus und Staatskrise in Mali. | |
| Carmen Ludwig: Die sozialen Kämpfe in Südafrika verbinden? Gewerkschaften und soziale Bewegungen im Bündnis gegen prekäre Beschäftigung und die Kommodifizierung öffentlicher Güter | |
| Nigel C. Gibson: Was ist mit dem versprochenen Land passiert? Post-Apartheid Südafrika aus der Perspektive Frantz Fanons | |
| Außerhalb des Schwerpunkts | |
| Dieter Boris: Neue Tendenzen in den Sozialstrukturen Lateinamerikas | |
| Thomas Matys: „Kämpfe“ um die legal person. Wie Unternehmen von ihrem Personencharakter profitieren |
Seit zwei Jahren erfahren wir über soziale Kämpfe auf dem afrikanischen Kontinent so viel wie seit den Unabhängigkeitsbewegungen nicht mehr: Mit dem „Arabischen Frühling“ sind politische Massenproteste im Maghreb und Maschrek in Europa zum prominenten Thema in Politik, Medien und Sozialwissenschaft avanciert. Zugleich fanden auch südlich der Sahara weitreichende Proteste statt, die von internationalen Debatten jedoch meist unbeachtet blieben. Streiks, Aufstände und andere Aktionen gab es in Benin, Botswana, Burkina Faso, der Côte d’Ivoire, Gabun, Kamerun, Kenia, Madagaskar, Malawi, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Nigeria, Senegal, Simbabwe, Südafrika, Swaziland, Uganda und West-Sahara. Als das „Afrikanische Erwachen“ bezeichnet Firoze Manji, Herausgeber eines jüngst erschienenen gleichnamigen Sammelbands und des Nachrichtenportals Pambazuka News, die Proteste, die sich über den gesamten afrikanischen Kontinent erstrecken. (Firoze Manji (Hrsg.): African awakening: the emerging revolutions, Cape Town: Pambazuka, 2012) Einige stellen wir in diesem Heft exemplarisch vor. Weiterlesen »
Sonntag 3. März 2013
PROKLA 173
“Familie und Staat”
(Heft 4, Dezember 2013)
Kulturelle Veränderungen und sozioökonomische Prozesse haben in den letzten Jahrzehnten in der bundesrepublikanischen Gesellschaft neben der traditionell-heterosexuellen Form von Familie (Mann, Frau, Kind/-er) mannigfaltige Formen des Zusammenlebens entstehen lassen, während staatliche Interventionen strukturell auf die herkömmliche „Kernfamilie“ abzielten. Weiterlesen »
Sonntag 30. Dezember 2012
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Finanzierung, Konzentration, veränderte Unternehmensformen (Dezember 2012)
| PROKLA-Redaktion: Editorial | |
| Finanzierung, Konzentration, veränderte Unternehmensformen |
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| Claude Serfati: Die finanz- und rentengetriebene Logik der multinationalen Unternehmen | |
| Julian Müller: Das Verhältnis von Industrie und Finanzsektor unter der Finanzialisierung | |
| Jürgen Kädtler: Industrieller Kapitalismus und Finanzmarktrationalität – am Beispiel des Umbruchs in der (traditionellen) deutschen Großchemie | |
| Barbara Brandl: Industrialisierung und Konzentration. Die Analyse eines Zusammenhangs am Beispiel des Saatgutmarktes | |
| Christian Zeller: Oligopolistische Rivalität im Pharma-Biotech-Komplex. Konzentration des Kapitals und die Suche nach Rentenerträgen | |
| Sarah Nagel: Staatskapitalismus goes global | |
| Außerhalb des Schwerpunkts | |
| Horst Heitmann: Weltpolizist Obama. Anmerkungen zur US-amerikanischen Außenpolitik | |
| Loïc Wacquant: Der neoliberale Leviathan. Eine historische Anthropologie des gegenwärtigen Gesellschaftsregimes |
Im Jahre 1998 gab bereits einmal ein PROKLA-Heft zu Konzentration (PROKLA 113: Konzentration, Internationalisierung, Vernetzung). Damals stand die Fusion der Konzerne Daimler und Chrysler an, die Daimler-Chef Jürgen Schrempp euphorisch als „Hochzeit, die im Himmel geschlossen wird“ bezeichnete. Neun Jahre später resümierte die Süddeutsche Zeitung, es habe sich wohl eher um eine „Hochzeit des Grauens“ gehandelt. Die Großmachtphantasie Schrempps hat den Konzern ca. 40 Mrd. Euro gekostet. Das PROKLA-Heft von 1998 widmete sich jedoch nicht in erster Linie einzelnen megamergers, sondern der historischen wie der aktuellen Entwicklung der Konzentrationsprozesse. Industrielle Restrukturierung folgte, so war zu dieser Zeit zu diagnostizieren, häufig der Leitlinie der Konzentration auf die „Kernkompetenzen“, was damit verbunden war, dass etwa in der Chemie- und Pharmaindustrie oder in der Computerindustrie nationale oder globale Netzwerke aufgebaut wurden, innerhalb derer die großen Konzerne zentrale Machtpositionen bei der Organisation von Forschung und Entwicklung wie bei der Produktion einnahmen.
Anders als vielfach prophezeit wurde, hat sich inzwischen noch deutlicher als Mitte der 1990er Jahre gezeigt, dass es keinen linearen Trend einer ständig zunehmenden „Monopolisierung“ gibt, sondern eine Vielzahl von widersprüchlichen Erscheinungen. Wie bereits die historische Analyse von Leslie Hannah in PROKLA 113 zeigte, heißt für ein Unternehmen „einmal groß“ keineswegs: „für immer groß“. Weiterlesen »
Mittwoch 19. September 2012
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Die EU und der Euro in der Krise (September 2012)
| PROKLA-Redaktion: Editorial | |
| Die EU und der Euro in der Krise |
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| Andreas Fisahn: Den Stier das Tanzen lehren? Europa vor neuen Herausforderungen | |
| Martin Konecny: Die Herausbildung einer neuen Economic Governance als Strategie zur autoritären Krisenbearbeitung in Europa – gesellschaftliche Akteure und ihre Strategien | |
| Mathis Heinrich: Zwischen Bankenrettungen und autoritärem Wettbewerbsregime. Zur Dynamik des europäischen Krisenmanagements | |
| Lukas Oberndorfer: Die Renaissance des autoritären Liberalismus? Carl Schmitt und der deutsche Neoliberalismus vor dem Hintergrund des Eintritts der „Massen“ in die europäische Politik | |
| Andrés Musacchio: Umstrukturierung der Verschuldung und Wachstumsbedingungen: Griechenland und Argentinien im Vergleich | |
| Nikolai Huke, Jan Schlemermeyer: Warum so staatstragend? Die Krisen der repräsentativen Demokratie in der Euro-Krise als Chance für radikalen Reformismus und gesellschaftliche Emanzipation | |
| Einsprüche | |
| Joachim Becker: Blindstellen: ungleiche Entwicklung und ungleiche Mobilisierung in der EU | |
| Michael Wendl: Selbstentzauberung einer Avantgarde | |
| Außerhalb des Schwerpunkts | |
| Bodo Kahmann: Extremismustheorie als Vergangenheitsbewältigung. Über die geschichtspolitischen Motive eines politikwissenschaftlichen Netzwerks | |
| Aaron Tauss: Argentiniens besetzte Betriebe. Über das emanzipatorische Potenzial und die Dilemmata der Selbstverwaltung |
Von einer Krise der europäischen Integration zu sprechen, wirkt fast schon abgedroschen. Es ist gerade sechs Jahre her, da wurde – kurz vor dem Ausbruch der neuen, großen Weltwirtschaftskrise und nicht zuletzt auch in der PROKLA (Nr . 144 Europa, September 2006) – eine Verfassungskrise der EU diagnostiziert. Krisen in der Geschichte der europäischen Integration sind nichts Neues. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise 2008/09 haben jedoch zu einer Eskalation der Widersprüche dieser Integration geführt.
Die kapitalistische Produktionsweise führt immer wieder zu einer räumlich ungleichen Entwicklung: Das produktive Kapital ballt sich aus historischen Gründen und aufgrund von Agglomerationsvorteilen an bestimmten Orten zusammen; Arbeitsproduktivität, Klassenauseinandersetzungen und Profitabilität des Kapitals entwickeln sich national und regional unterschiedlich. Das Resultat ist nicht nur eine ausgeprägt hierarchische internationale Arbeitsteilung; die ungleichen internationalen Waren- und Kapitalströme führen auch zu Ungleichgewichten in den Zahlungsbilanzen. Das Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland war 1991 fast viermal so hoch wie in Griechenland, im Jahr 2010 war es immer noch fast anderthalbmal so hoch. Während der Mitgliedschaft beider Länder in der Europäischen Gemeinschaft bzw. in der Europäischen Union ist es also durchaus zu einem Prozess der Konvergenz gekommen. Aber das höhere Wachstum der Einkommen in Griechenland erfolgte auf der Basis hoher Kapitalimporte und einer zunehmenden außenwirtschaftlichen und finanziellen Instabilität. Die Art und Weise des Wachstum erwies sich letztlich mit der Krise als unhaltbar. Seit 2008 nimmt das Gefälle in den Pro-Kopf-Einkommen zwischen Deutschland und Griechenland wieder zu. Mehr im Editorial (pdf/Volltext)
Donnerstag 28. Juni 2012
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Perspektiven der Gesellschaftskritik heute (Juni 2012)
| PROKLA-Redaktion: Editorial | |
| Perspektiven der Gesellschaftskritik heute |
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| Silke van Dyk: Poststrukturalismus. Gesellschaft. Kritik. Über Potenziale, Probleme und Perspektiven | |
| Hanno Pahl: Genealogisch-poststrukturalistische Ökonomiekritik und Kritik der politischen Ökonomie. Eine Aufforderung zum Tanz | |
| Barbara Umrath: Jenseits von Vereinnahmung und eindimensionalem Feminismus. Perspektiven feministischer Gesellschaftskritik heute | |
| Robin Mohan, Daniel Keil: Gesellschaftskritik ohne Gegenstand. Axel Honneths Anerkennungstheorie aus materialistischer Perspektive | |
| Harald Wolf: Gesellschaftskritik und imaginäre Institution. Zur Aktualität von Cornelius Castoriadis | |
| Daniel Loick: Universität und Polizei. Jacques Rancière über intellektuelle Emanzipation |
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| Thomas Seibert: Humanismus nach dem Tod des Menschen. Flucht und Rückkehr des subjektiven Faktors der Geschichte | |
| Außerhalb des Schwerpunkts | |
| Anne Steckner: Neoliberal-Islamische Synthese in der Türkei: Der Herrschaftsmodus der AKP |
Das Verhältnis von Kapitalismus und Kritik ist ein politischer wie gesellschafts-theoretischer Dauerbrenner mit konjunkturellen Schwankungen, und es ist unbestreitbar, dass wir im Nachgang der Finanzmarktkrise im Herbst 2008 und der sich anschließenden Folgekrisen eine Kritik-Renaissance ungeahnten Ausmaßes und mit zum Teil wahrhaft erstaunlichen ProtagonistInnen erleben. Große Teile des eher kritikunverdächtigen Feuilletons verschrieben sich plötzlich (und mit kurzer Halbwertszeit) mit radikaler Rhetorik der Kritik des Kapitalismus: So war in der liberalen ZEIT (27.7.2009; zuerst: Handelsblatt, 13.7.2009) zu lesen: „Der Kapitalismus ist genauso gescheitert wie der Sozialismus. Diese Krise ist das Symptom eines fundamentalen Wandels, es sind die Geburtswehen für eine neue Welt. So etwas hat in der Geschichte möglicherweise noch nie stattgefunden.“ Die Frankfurter Allgemeine Zeitung rief Kapitalismuskritik als neues heißes Thema aus und auch wenn die Titelüberschrift „We are all socialists now“ des Magazins Newsweek (6.2.2009) ironisch grundiert ist, trifft sie doch den Geist insbesondere der ersten Monate nach der Insolvenz von Lehman Brothers. Systemkritik war plötzlich en vogue. Ginge es tatsächlich nur um eine feuilletonistische Kritikblase, wäre das zwar nicht uninteressant, aber doch nicht von nachhaltiger Bedeutung. Tatsächlich aber wurde das Jahr 2011 mit dem Arabischen Frühling, den heftigen, andauernden Protesten in Griechenland, der spanischen Bewegung des 15. Mai, den Sozialprotesten in Israel (vgl. dazu PROKLA 166) sowie der Entstehung und Ausbreitung der Occupy-Bewegung zum Jahr der globalen Proteste. The protester avancierte gar zur vom Time Magazine gekürten Person des Jahres. Die mediale und politische Begeisterung für die Occupy-Bewegung reichte so weit in den Mainstream hinein, dass die Abwehr falscher Freunde schnell zur zentralen Übung der jungen Bewegung wurde. Mehr im Editorial (pdf/Volltext)
Dienstag 6. März 2012
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Deutschland – Krisengewinner? (März 2012)
| PROKLA-Redaktion: Editorial | |
| Deutschland – Krisengewinner? |
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| Steffen Lehndorff: Man spricht deutsch: Eine trügerische Erfolgsgeschichte | |
| Bernd Röttger: Noch immer „Modell Deutschland“? Mythen und Realitäten politökonomischer Kontinuität einer Gesellschaftsformation | |
| Christoph Scheuplein: An die Wertschöpfungskette gelegt. Die finanzgetriebene Restrukturierung in der deutschen Automobilzulieferindustrieb und ihr Scheitern | |
| Christian Schröder/Leiv Eirik Voigtländer: Ringen um den Regelsatz. Erwerbslosenproteste und die Neubestimmung der Hartz-IV-Höhe | |
| Alex Demirović/Thomas Sablowski: Finanzdominierte Akkumulation und die Krise in Europa | |
| Einspruch |
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| Stephan Lessenich: Brauner Osten? Wie neulich mal wieder die DDR besiegt wurde | |
| Soziale Proteste in Spanien und Israel | |
| Isidro López/Emmanuel Rodríguez: Das spanische Modell | |
| Ramón Espinar/Jacobo Abellán: “Lo llaman democracia y no lo es”. Eine demokratietheoretische Annäherung an die Bewegung des 15. Mai | |
| Michael Janoschka/Jorge Sequera: Zur symbolischen Rückeroberung und Politisierung des öffentlichen Raums. Eine Analyse der Raumpolitiken des movimiento 15-M | |
| Efrat Eizenberg: Soziale Proteste in Israel: die Eroberung neuer sozialer Räume |
„Wir wollen gestärkt aus dieser Krise hervorgehen“, hatte Bundeskanzlerin Merkel vor der Europawahl 2009 verkündet. Sie scheint ihr Ziel erreicht zu haben. Als wir das vorliegende Heft konzipierten, erschien Deutschland jedenfalls als Krisengewinner. Die deutsche Wirtschaft war zwar aufgrund ihrer hohen Exportabhängigkeit relativ stark von der Rezession zwischen dem Herbst 2008 und dem Frühjahr 2009 betroffen, erholte sich dann jedoch rasch wieder. Während das Bruttoinlandsprodukt 2009 um 4,7% schrumpfte, wuchs es 2010 um 3,5%. Dass auf den tiefen Einschnitt eine Periode kräftigen Wachstums folgte, war an sich nicht weiter verwunderlich: Es handelte sich im Grunde nur um eine Rückkehr zu dem Reproduktionsniveau vor der Krise. Es wurde bereits Mitte 2011 wieder erreicht. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarn ist das ökonomische und politische Gewicht Deutschlands aber gewachsen. Lag der deutsche Anteil am Sozialprodukt der 27 EU-Länder 2007 bei 19,6%, so stieg er bis 2010 auf 21,9%. Mehr im Editorial (pdf/Volltext)
Sonntag 10. Oktober 2010
Eine gemeinsame Veranstaltung von NGBK und PROKLA anlässlich der neuen PROKLA-Ausgabe 160 zum Thema “Kulturkämpfe” – am 30. November 2010 um 19 Uhr
Seitdem vor einigen Jahren die “Unterschichten-Debatte” geführt wurde, lässt sich hierzulande zunehmend die politische Tendenz erkennen, Fragen sozialer Ungleichheit zu Phänomenen kultureller Differenz zu erklären. Die sozialdemokratische Aufforderung an die Arbeitslosen, ihrem Schicksal durch “Waschen und Rasieren” zu entkommen, stellte nur die Spitze eines ganzen Eisbergs diskursiver Anstrengungen dar, das staatlich alimentierte “Prekariat” zur Übernahme gut “bürgerlicher” Lebensführungsmuster anzuhalten. Dieser Modus öffentlicher Auseinandersetzung hat sich zuletzt nochmals verschärft und in der “Sarrazin-Debatte” sowie den Äußerungen Horst Seehofers einen vorläufigen Höhepunkt gefunden: Probleme materieller Not und politischer Entrechtung werden zu Fragen kultureller Entfremdung und sozialer “Integration” umdefiniert. Weiterlesen »
Montag 25. Januar 2010
Mit ihrem neuen Volltextangebot ist die Prokla jetzt auch in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek vertreten.
Sonntag 24. Januar 2010
Ist die aktuelle Krise wirklich schon „Schnee von gestern“?
Hat der Staat seine Mission als „Retter in der Not“ erfüllt?
Werden die Strukturprobleme der Weltwirtschaft in Zukunft noch zunehmen?
Drei Autoren der PROKLA 157 mit dem Schwerpunkt “Der blutige Ernst. Krise und Politik” diskutieren aus verschiedenen Perspektiven über Politik und Ökonomie in der aktuellen Krise: Stefan Schmalz (Autor PROKLA, Uni Kassel), Ingo Stützle (Autor PROKLA, Redakteur der Zeitschrift analyse&kritik) und Christina Kaindl (Autorin PROKLA, Redakteurin der Zeitschrift Luxemburg).
Dorothea Schmidt (Redakteurin PROKLA) moderiert und Katja Kipping (MdB und Vizevorsitzende der Partei Die LINKE) kommentiert.
9. FEBRUAR, 18.30 UHR
Humboldt-Universität Berlin
Inst. f. Sozialwissenschaften
EG, Raum 002/003
Universitätsstraße 3b