PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Editorial PROKLA 168

Die Redaktion am 19. September 2012

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Titel 2012-03Die EU und der Euro in der Krise (September 2012)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Die EU und der Euro in der Krise
Andreas Fisahn: Den Stier das Tanzen lehren? Europa vor neuen Herausforderungen
Martin Konecny: Die Herausbildung einer neuen Economic Governance als Strategie zur autoritären Krisenbearbeitung in Europa – gesellschaftliche Akteure und ihre Strategien
Mathis Heinrich: Zwischen Bankenrettungen und autoritärem Wettbewerbsregime. Zur Dynamik des europäischen Krisenmanagements
Lukas Oberndorfer: Die Renaissance des autoritären Liberalismus? Carl Schmitt und der deutsche Neoliberalismus vor dem Hintergrund des Eintritts der „Massen“ in die europäische Politik
Andrés Musacchio: Umstrukturierung der Verschuldung und Wachstumsbedingungen: Griechenland und Argentinien im Vergleich
Nikolai Huke, Jan Schlemermeyer: Warum so staatstragend? Die Krisen der repräsentativen Demokratie in der Euro-Krise als Chance für radikalen Reformismus und gesellschaftliche Emanzipation
Einsprüche
Joachim Becker: Blindstellen: ungleiche Entwicklung und ungleiche Mobilisierung in der EU
Michael Wendl: Selbstentzauberung einer Avantgarde
Außerhalb des Schwerpunkts
Bodo Kahmann: Extremismustheorie als Vergangenheitsbewältigung. Über die geschichtspolitischen Motive eines politikwissenschaftlichen Netzwerks
Aaron Tauss: Argentiniens besetzte Betriebe. Über das emanzipatorische Potenzial und die Dilemmata der Selbstverwaltung

Von einer Krise der europäischen Integration zu sprechen, wirkt fast schon abgedroschen. Es ist gerade sechs Jahre her, da wurde – kurz vor dem Ausbruch der neuen, großen Weltwirtschaftskrise und nicht zuletzt auch in der PROKLA (Nr . 144 Europa, September 2006) – eine Verfassungskrise der EU diagnostiziert. Krisen in der Geschichte der europäischen Integration sind nichts Neues. Die Folgen der Weltwirtschaftskrise 2008/09 haben jedoch zu einer Eskalation der Widersprüche dieser Integration geführt.

Die kapitalistische Produktionsweise führt immer wieder zu einer räumlich ungleichen Entwicklung: Das produktive Kapital ballt sich aus historischen Gründen und aufgrund von Agglomerationsvorteilen an bestimmten Orten zusammen; Arbeitsproduktivität, Klassenauseinandersetzungen und Profitabilität des Kapitals entwickeln sich national und regional unterschiedlich. Das Resultat ist nicht nur eine ausgeprägt hierarchische internationale Arbeitsteilung; die ungleichen internationalen Waren- und Kapitalströme führen auch zu Ungleichgewichten in den Zahlungsbilanzen. Das Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland war 1991 fast viermal so hoch wie in Griechenland, im Jahr 2010 war es immer noch fast anderthalbmal so hoch. Während der Mitgliedschaft beider Länder in der Europäischen Gemeinschaft bzw. in der Europäischen Union ist es also durchaus zu einem Prozess der Konvergenz gekommen. Aber das höhere Wachstum der Einkommen in Griechenland erfolgte auf der Basis hoher Kapitalimporte und einer zunehmenden außenwirtschaftlichen und finanziellen Instabilität. Die Art und Weise des Wachstum erwies sich letztlich mit der Krise als unhaltbar. Seit 2008 nimmt das Gefälle in den Pro-Kopf-Einkommen zwischen Deutschland und Griechenland wieder zu.  Mehr im Editorial (pdf/Volltext)

3 Responses to “Editorial PROKLA 168”

  1. Mehring1 » Blog Archiv » IfG-Postgraduate in der Prokla Says:

    […] neue Prokla zum Thema “Die EU und der Euro in der Krise” ist erschienen. Unter anderen interessanten Artikeln mit einem Beitrag von Mathis Heinrich, einem […]

  2. Warum so staatstragend? Die Krisen der repräsentativen Demokratie in der Euro-Krise als Chance für radikalen Reformismus und gesellschaftliche Emanzipation « Que no nos representan. Says:

    […] Mit Jan Schlemermeyer, in: Prokla 168 […]

  3. Zeitdiagnose als Krisendiagnose – Was leistet die Regulationstheorie heute? | Attac Theorieblog Says:

    […] Die Debatte, die sich mittlerweile gerade am empirischen Zugriff der Autoren entfaltet hat (Becker, Panzer und die Replik von Sablowski auf beide), belegt m. E. die Triftigkeit und blicköffnende […]