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Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Editorial PROKLA 177

Die Redaktion am 23. Dezember 2014

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Titel 2014-04Editorial: Globale Proteste zwischen Organisation und Bewegung (Dezember 2014)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Globale Proteste zwischen Organisation und Bewegung (Dezember 2014)
Henrik Lebuhn: Krise und Protest in den Städten. Occupy machte sich 2011 auf den Weg um die halbe Welt
Dario Azzellini: Ein Epochenbruch. Die neuen globalen Proteste zwischen Organisation und Bewegung
Torsten Bewernitz: Globale Krise – globale Streikwelle? Zwischen den ökonomischen und demokratisch-politischen Protesten herrscht keine zufällige Gleichzeitigkeit
Nikolai Huke und Olaf Tietje: Gewerkschaftliche Erneuerung in der Eurokrise. Neue Organisationsformen der spanischen Gewerkschaften während des Protestzyklus ab 2011
Felix Jaitner: Krise und Protest auf dem Balkan. Von sozialer Emanzipation bis National-Chauvinismus am Beispiel von Kroatien und Bosnien-Herzegowina
Sebastian Schipper: Ein kurzer Sommer des gesellschaftlichen Wandels? Die J14-Sozialproteste in Israel von 2011
Andrea Plöger: Die Proteste der Refugees. Eine Bewegung von den Rändern ins Zentrum Europas
Immanuel Wallerstein: Vergangenheit und Zukunft der Globalen Linken

Die seit 2011 weltweit entflammten Massenproteste überraschten WissenschaftlerInnen wie AktivistInnen gleichermaßen. Trotz der umfassenden sozialen Proteste gegen die Globalisierung in den 2000er Jahren und den Erfolgen dieser Bewegungen insbesondere in Lateinamerika, die Linke an die Regierung zu bringen und Demokratisierungsprozesse auszulösen, hätte vermutlich kaum jemand eine neue Welle sozialer und politischer Bewegungen derartigen Ausmaßes erwartet. Drei Jahre später besteht zwar Einigkeit darüber, dass wir es derzeit mit einer historisch besonderen Verdichtung von politischen und sozialen Widerständen und Unruhen zu tun haben. Unklar bleibt jedoch weiterhin, inwieweit es sich tatsächlich um eine globale Protestwelle im Sinne eines transnationalen Bewegungszyklus handelt und wie eng der Zusammenhang zwischen unterschiedlichen pro-demokratischen und kapitalismuskritischen Bewegungen in verschiedenen Ländern und Regionen wirklich ist. Auch die Frage nach den staatlichen Reaktionen und nach reaktionären Tendenzen in diesen Bewegungen ebenso wie nach Gegenbewegungen drängt sich auf. Denn die Proteste gaben gleichzeitig zweideutigen populistischen, rechten oder religiös-fundamentalistischen Kräften Auftrieb. Schließlich gilt es, nach dem Entstehen neuer Verhältnisse zwischen sozialen Bewegungen, linken Organisationen und Parteien sowie der Linken an der Regierung zu fragen. Weiterlesen im Editorial.