PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Editorial PROKLA 179

Die Redaktion am 19. Juni 2015

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Titel 2015-01Editorial: Illusion und Macht des Geldes (Juni 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Illusion und Macht des Geldes (Juni 2015)
Ingo Stützle: Der Gott der Waren. Die ökonomische Theorie und ihr Geld
Heiner Ganßmann: Geld als Fiktion? Warum Geld kein Kredit ist und das Publikum so schwer von seiner Stabilität zu überzeugen ist
Beat Weber: Geldreform als Weg aus der Krise? Ein kritischer Überblick auf Bitcoin, Regionalgeld, Vollgeld und die Modern Money Theory
Hansjörg Herr: Geld, Währungskonkurrenz und die Instabilität des marktfundamentalen Globalisierungsprojektes
Christoph Scherrer: Auspolierte Kratzer. Das US-Finanzkapital: Durch mehr Regulierung weiter hegemonial?
Maria Kader und Uli Schwarzer: Akkumulation reloaded Wie Notenbanken und Staaten die Profte retten
Michael Wendl: Neoklassischer Marxismus? Wie ideologisch ist die linke Kritik an der Geldpolitik?
Außerhalb des Schwerpunkts
Fatma Umul: Nach dem Juni-Aufstand. Die diskursiven Veränderungen der Frauenpolitik in der Türkei im Kontext der sozialen Widerstandsformen um den Gezi-Park
Martin Konecny: Syriza unter Druck. Zu den strategischen Perspektiven des linken Regierungsprojekts in Griechenland

In Krisensituationen wird der gesellschaftliche Umgang mit Geld verstärkt zum Problem. So auch in der großen Krise, die sich seit 2007 ausgehend von den USA entwickelt hat und heute vor allem als Griechenland- und Eurokrise die öffentliche Diskussion bestimmt. Als die ersten Krisensymptome sich 2007 bemerkbar machten, stand die Geldpolitik im Zentrum der Bemühungen, die Krise einzudämmen. Der US-amerikanische Federal Reserve Board, die Europäische Zentralbank (EZB) und andere wichtige Zentralbanken schlossen Swap-Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung ab, senkten die Zinsen praktisch auf null und pumpten in koordinierten Aktionen verstärkt Geld in das Bankensystem, um dem Zusammenbruch des Geldmarktes und des gesamten Finanzsystems in der westlichen Welt entgegenzuwirken. In den folgenden Jahren kam es zu einer sukzessiven Lockerung der Geldpolitik, die sich in einem drastischen Anstieg der Bilanzsumme der führenden Zentralbanken ausdrückte. Banken wurde nahezu unbegrenzt Geld zur Verfügung gestellt. Die Krise konnte durch die Geldpolitik alleine jedoch nicht überwunden werden. Bis heute ist die globale Konjunktur so labil, dass die führenden Zentralbanken vor einer Anhebung der Zinsen zurückschrecken, die aus der gegenwärtigen Stagnation eine erneute Rezession und Deflation machen könnte. Weiterlesen im Editorial.