|
EDITORIAL
PROKLA 150
Umkämpfte Arbeit
(März 2008)
Arbeit
ist in Deutschland wieder ins Zentrum gesellschaftlicher und politischer
Auseinandersetzungen gerückt. Die Debatte um Mindestlöhne, der
Streik der Lokomotivführer, die Konflikte um die Umsetzung des Entgeltrahmenabkommens
in der Metallindustrie, die Proteste gegen die geplante Schließung
des Nokia-Werks in Bochum – all dies zeigt, dass sich die Erwerbsarbeit
und ihre Einbindung in nicht erwerbsförmige Arbeit in den letzten
beiden Jahrzehnten weitreichend verändert haben, damit aber auch
die Formen und die Ziele der Kämpfe um sie.
Da ist zum einen die zunehmende Erosion des tarifrechtlichen Schutzes.
Nicht nur die Kräfteverhältnisse in den Unternehmen haben sich
verschoben, sondern diese Entwicklung wurde zudem von einer Politik zugunsten
der Interessen der Kapitalanleger wohlwollend begleitet. Unisono forderten
„Wirtschaft“ und „Politik“, das Gebot der „Flexibilität“
in der Arbeit durchzusetzen und die Aushandlung der Entlohnung auf die
Unternehmensebene zurückzuführen. Flankiert und gefördert
von Veränderungen im Arbeits- und Sozialrecht mutierten die Flächentarifverträge
daher immer stärker zu einem mehr oder weniger lockeren Rahmen für
betrieblich ausgehandelte Sonderregelungen. Daneben sind erhebliche tarifvertragsfreie
oder von „gelben Gewerkschaften“ im Interesse der Unternehmensführungen
vertretene Zonen entstanden, und zwar vor allem im Niedriglohnbereich.
Dies hat nicht nur die Arbeits- und Lebensbedingungen der meisten Lohnabhängigen
verschlechtert, sondern schließlich auch eine wichtige Funktion
kollektiver Regelungen für die Kapitalseite unterminiert –
die Dämpfung der Konkurrenz durch Lohn- und Arbeitszeitstandards.
Die Kämpfe um einen Mindestlohn haben daher mindestens zwei Seiten.
Von gewerkschaftlicher Seite handelt es sich um Versuche, die Politik
ins Spiel zu bringen, um die schwächsten Kategorien der Lohnabhängigen
vor einem freien Fall ihrer Einkommen zu schützen. In bestimmten
Branchen scheint es aber auch ein zunehmendes Interesse an einer Schadensbegrenzung
durch Teile des Kapitals zu geben, die in der verschärften Unternehmenskonkurrenz
zu Verlierern zu werden drohen.
Zum anderen stellt sich das politische Problem, die Einheit der Lohnabhängigen
bzw. der subalternen Gruppen gegen Ausbeutung und Herrschaft herzustellen,
auf neue Weise, weil sich die Formen ihrer Differenzierung verändert
haben. So sind in den letzten Jahrzehnten z.B. neue Tätigkeits- und
Berufskategorien entstanden, die eher auf andere Formen der Vernetzung
als die gewerkschaftliche setzen, um mit den Unsicherheiten ihrer Arbeitsmöglichkeiten
und –bedingungen fertig zu werden. Dazu gehört die wachsende
Gruppe der zwischen Lohnabhängigkeit und Selbständigkeit angesiedelten
„Alleinselbständigen“. Da sich die Zugriffsmöglichkeiten
und Zugriffsweisen der Unternehmen auf die Arbeitskräfte verändert
haben, nehmen auch die Konflikte um Lohn und Leistung neue Formen an und
verbinden sich auf neue Weise mit Fragen der Kontrolle über die Arbeit
und ihre Ergebnisse.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs haben sich in der Bundesrepublik
Verhältnisse herausgebildet, die später vielfach als „fordistisch“
bezeichnet wurden. Gemeint war damit die Durchsetzung tayloristischer
Arbeitsorganisation verbunden mit fortschreitender Mechanisierung und
Bürokratisierung des Arbeitsprozesses. Konzepte dieser Art gingen
in erster Linie auf die USA zurück, wo Frederick Taylor bereits vor
dem Ersten Weltkrieg hoffte, mit Hilfe seiner „wissenschaftlichen
Betriebsführung“ den Eigensinn der Arbeiterschaft zu brechen
und sie mit Hilfe von autoritativer Anleitung und Lohnanreizen auf die
Ziele des Kapitals zu verpflichten. Mit erheblich größerem
praktischen Erfolg als Taylor setzte Henry Ford, der im übrigen jeden
Verweis auf Taylor peinlichst vermied, das Konzept der strikten Trennung
zwischen planender und ausführender Arbeit in die industrielle Realität
um und ergänzte es um Spezialmaschinen und Fließbänder.
Seine Arbeiter wurden somit dem Tempo des Fließbands bzw. des Maschinensystems
unterworfen – mit dem Ergebnis einer ungeheuren Intensivierung der
Arbeit, aber auch gewaltiger Produktivitätssteigerungen. Diese wurden
zum Teil dazu genutzt, die produzierten Automobile zu niedrigeren Preisen
und damit auch an die Arbeiter zu verkaufen. Die Arbeitsbedingungen der
mechanisierten Massenproduktion – meisterhaft karikiert in Charlie
Chaplins Modern Times – wurden von der Arbeiterschaft jedoch erst
dann akzeptiert, als das Unternehmen erhebliche Lohnerhöhungen zugestand.
Der legendäre Five-Dollar-Day schränkte die starke (und für
das Unternehmen extrem teure) Fluktuation ein, war allerdings auch mit
der Anforderung unbedingter Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber
verbunden.
Was Henry Ford selbst grandios als „Weißen Sozialismus“
verkündete, wurde nicht nur von deutschen Unternehmern, sondern selbst
von Gewerkschaftlern der Zwischenkriegszeit ehrfürchtig bestaunt
– schien doch hier ein Gesellschaftsmodell heraufzudämmern,
das eine Versöhnung von Arbeit und Kapital und somit ein Ende der
unseligen Klassenkämpfe versprach. Kritisierte Lenin den Taylorismus
zunächst als „Schweißauspressung nach allen Regeln der
Wissenschaft“ (LW 18, 589) und „Versklavung des Menschen durch
die Maschine“ (LW 20, 145), so wollte er ihn später selbst
zum Aufbau des Sozialismus einsetzen (vgl. LW 27, 249f; LW 33, 354f).
In Deutschland wurden in den 1920er und 1930er Jahren ganze Bibliotheken
mit Literatur zur Rationalisierung gefüllt, Taylors und Fords Konzepte
jedoch nur ansatzweise verwirklicht. Die durchschlagendste Neuerung war
die Einführung des REFA-Mannes, der die Akkorde mit der Stoppuhr
in der Hand festlegte, während dies bis dahin die Meister nach Gefühl
und Erfahrung gemacht hatten. (Das bis heute gebräuchliche Akronym
REFA bezeichnet den Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung –
eine der zahllosen Kommissionen, die noch während des Ersten Weltkriegs
gegründet worden waren, um die Ziele der Rationalisierung voranzubringen).
Der Siegeszug des tayloristisch-fordistischen Produktionsmodells setzte
in Westdeutschland mit den 1950er Jahren ein und ebenso wie in den USA
fand er sein ideales Terrain in der Automobilindustrie vor: Der VW-Käfer,
eine Konstruktion Ferdinand Porsches und ein Lieblingsprojekt Adolf Hitlers,
trat während des Krieges zwar lediglich als „Kübelwagen“
in Erscheinung, wurde aber dann in der Bundesrepublik zum Inbegriff des
Autos für den „kleinen Mann“. Nun erst griff das fordistische
Konzept, standardisierte Produkte in großen Serien herzustellen,
solcherart die Produktionskosten zu senken und der Arbeiterschaft über
gestiegene Löhne den Kauf dieser Produkte zu ermöglichen (bis
dahin hatte dies allenfalls für Rundfunkgeräte funktioniert).
Im gewaltigen Aufschwung der Jahre des westdeutschen „Wirtschaftswunders“
konnte das Produktionsmodell auch auf andere Gegenstände des täglichen
Bedarfs ausgeweitet werden. So kam die deutsche Hausfrau zu ihrer ersten
Constructa-Vollwaschmaschine, die Familie versammelte sich mit den Nachbarn
vor dem Schwarzweiß-Fernseher von Grundig oder ging aus, um im Wienerwald
die ersten massenproduzierten Hühner zu verspeisen.
Was es bedeutet, die ersten drei Jahrzehnte der Bundesrepublik als „fordistisch“
zu bezeichnen, bleibt dennoch umstritten. Bei näherem Hinsehen zeigt
sich, dass die Landschaft des damaligen Arbeitslebens doch wesentlich
vielfältiger war. So gab es Bereiche, in denen zwar eine tayloristische
Arbeitsteilung und somit monotone und belastende Arbeitsbedingungen vorherrschten,
diese aber keine Kompensation in relativ hohen Löhnen fanden –
und zwar dann, wenn nicht Arbeiter, sondern Arbeiterinnen das Gros der
Arbeitskräfte stellten, wie bei vielen Montagetätigkeiten in
der Elektroindustrie oder in dem (damals noch weit verbreiteten) Textil-
und Bekleidungsgewerbe. Im Übrigen war die Degradierung der männlichen
Arbeiter selbst in der Automobilindustrie nie so umfassend, wie es Ford
in seinem River Rouge-Werk vorgemacht hatte, wo die ganz große Mehrzahl
aller Tätigkeiten angelernt oder ungelernt war. In der Bundesrepublik
existierte demgegenüber – auch bei den Unternehmern –
traditionell eine Hochschätzung der Facharbeit, an deren Ausgestaltung
im Rahmen des dualen Systems der Berufsausbildung Ar-beitgeber wie Gewerkschaften
mitwirkten.
In den Industrien, die standardisierte Massengüter herstellten, behielten
die Gelernten daher erhebliche Bedeutung, und um so mehr galt dies in
solchen, für die kleine Serien, Auftragsfertigung und stetige Innovationen
typisch waren, wie in Teilen des Maschinenbaus. Im Übrigen war ohnehin
nur eine Minderheit aller Arbeitskräfte in den Fabriken der großen
Unternehmen wie Volkswagen, Ford, Opel, Siemens, Bosch oder Mannesmann
beschäftigt. Für die Mehrheit fand der Arbeitsalltag in kleinen
und mittelgroßen Unternehmen statt, für viele davon in handwerklichen
Betrieben, deren Bedeutung bis zum heutigen Tag kaum abgenommen hat. Der
beliebteste Ausbildungsberuf für junge Männer blieb über
Jahrzehnte hinweg derjenige des KfZ-Mechanikers.
Dennoch wurden die Verhältnisse in den großen Unternehmen prägend
für die allermeisten Beschäftigten. Denn dort wurden insbesondere
von der IG Metall als Vorreiterin Verbesserungen durchgesetzt, die nach
und nach zum allgemeinen Standard wurden: insbesondere regelmäßige
Tarifverhandlungen, über die die Löhne im Großen und Ganzen
an die Produktivitätsfortschritte gekoppelt wurden, und Verkürzungen
der täglichen und der wöchentlichen Arbeitszeit. Einer der erfolgreichen
IG Metall-Slogans dieser Zeit lautete: „Samstags gehört Vati
mir“. Dazu kam – über lange Jahre unter der Ägide
konservativer Regierungen – eine sich ausweitende sozialstaatliche
Absicherung, darunter die Dynamisierung der Renten, der Ausbau der verschiedenen
Zweige der Sozialversicherung und die Einführung der Sozialhilfe
als Rechtsanspruch.
Kennzeichnend für diese Periode war somit die Herausbildung eines
„Normalarbeitsverhältnisses“, das allerdings erst dann
so bezeichnet wurde, als es für viele, vor allem für die Berufseinsteiger/in-nen,
gerade nicht mehr selbstverständlich war. Typisch dafür waren
die unbefristete Vollzeitbeschäftigung mit gesetzlich und kollektivvertraglich
geregelten Arbeitszeiten, steigendem Lohn sowie Absicherungen für
Krankheiten, Unfälle, Invalidität, Arbeitslosigkeit und Alter.
Nicht alle Beschäftigen waren gleichermaßen Nutznießer
dieses Arrangements: erwerbstätige Männer mehr als erwerbstätige
Frauen, Qualifizierte mehr als An- und Ungelernte, kontinuierlich Beschäftigte
mehr als Arbeitskräfte mit Brüchen in ihrer Biographie, Inländer
mit beruflichen Aufstiegschancen mehr als Migranten in beruflichen Sackgassen.
Was vielen heute als goldene Ära eines endgültig krisenfreien
und sozial ausgewogenen Kapitalismus vorkommt, wies bereits Ende der 1960er
Jahre erste Risse auf. Die Produktivitätszuwächse, die auf der
Basis der tayloristisch-fordistischen Arbeitsorganisation erzielt wurden,
waren rückläufig, da der Arbeitsprozess sich über einen
bestimmten Punkt hinaus nicht weiter zerstückeln ließ. Auch
die Intensivierung der Arbeit stieß an Grenzen und die Kosten für
die fortschreitende Mechanisierung des Arbeitsprozesses nahmen zu. Überdies
kam es zu (wilden) Streiks, Absentismus und Sabotage, also zu Widerstandsaktionen
der Arbeiterschaft, deren Möglichkeit man mittlerweile schon fast
vergessen hatte und die als überholt und einer anderen Zeit zugehörig
schienen. Häufig waren gerade Migranten, die sogenannten „Gastarbeiter“,
an ihnen beteiligt. Im Ergebnis erreichten sie noch einmal erhebliche
Lohnsteigerungen, einen weiteren Ausbau des Sozialstaats (nunmehr unter
sozialliberalen Vorzeichen), eine faktische Verstetigung des Aufenthalts
der migrantischen Arbeiter/innen und liberalere Regeln des Familienzuzugs.
Es sah aus, als säße die Arbeiterschaft am längeren Hebel.
Den Unternehmen drohte jedoch auch von anderer Seite Ungemach, da sich
die wirtschaftlichen Machtpositionen zwischen den kapitalistischen Zentren
zunehmend verschoben. So wurde mit der nachholenden Entwicklung in Westeuropa
und Japan und dem Krieg in Vietnam die bis dahin unbestrittene Hegemonie
der USA fraglich, dazu kam aber auch der unübersehbare Aufstieg mehrerer
„Schwellenländer“, die man nicht mehr einer weit abgeschlagenen
„Dritten Welt“ zurechnen konnte, sondern die, wie die asiatischen
„Tigerstaaten“, zunehmend zu industriellen Konkurrenten der
europäischen Länder und der USA wurden. Für besonders lohnintensive
Industriezweige wie die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie wurde
es lohnend, bestimmte Fertigungsschritte in „Billig-lohnländer“
auszulagern. Im Zuge der sich verschärfenden weltweiten Konkurrenz
bildeten sich in vielen Bereichen Überkapazitäten heraus.
Durch den Rückgang der Produktivitätszuwächse verengte
sich zum einen der Verteilungsspielraum zwischen den Klassen. Zum anderen
blieben die Produktivitätszuwächse im Verhältnis zu den
mittlerweile mäßigen Wachstumsraten des Sozialprodukts jedoch
so hoch, dass eine wachsende strukturelle Arbeitslosigkeit entstand. Diese
neuartige Situation verwies die bisher selbstbewussten Gewerkschaften
in die Defensive, da sich das Kräfteverhältnis zwischen Arbeit
und Kapital seit Mitte der 1970er Jahre deutlich zu Ungunsten der Lohnabhängigen
verschob. Dadurch wurden schließlich auch die Voraussetzungen für
den Übergang vom zunächst noch eher keynesianisch geprägten
Krisenmanagement zu neoliberalen Konzepten geschaffen. Unter dem Druck
der Hochzinspolitik sahen sich die Unternehmen gezwungen, die Restrukturierung
der Produktion voranzutreiben. Dabei wurden freilich sehr unterschiedliche
Wege beschritten.
Zum einen ergab sich mit der Entwicklung der Mikroelektronik die Möglichkeit,
die Automation zu forcieren. Die Vision von der menschenleeren Fabrik
erwies sich jedoch schnell als Illusion. In den 1980er Jahren entstanden
sprich-wörtliche „Ruinen“ des Computer Integrated Manufacturing
(CIM). Gleichwohl hat der Einsatz der Computer die Arbeitsprozesse in
vielen Bereichen umgewälzt, insbesondere bei den white collar- oder
Angestelltenarbeiten, also bei Forschung und Entwicklung, in der Verwaltung
und in der Distribution, wo Prozesse der Rationalisierung in den Jahren
zuvor eher marginal geblieben waren. Mit Hilfe von Informations- und Kommunikations-Technologien
wurde die Büroarbeit nun sehr viel stärker normiert, kleinräumiger
kontrolliert und intensiviert, teilweise auch in Fließprozesse umgewandelt
oder auslagerbar gemacht. Die schrittweise Verallgemeinerung und Verbilligung
der Computertechnologie bedeutete eine „Verwohlfeilerung der Elemente
des konstanten Kapitals“ (Marx), die zur Wiederherstellung der Profitabilität
des Kapitals beitrug.
Die andere Antwort auf die Krise bestand in Experimenten mit einer veränderten
Arbeitsorganisation. Teils reagierten die Unternehmer damit auf den Widerstand
der „Massenarbeiter“ und erwarteten gleichzeitig Produktivitätssteigerungen,
teils gab es gewerkschaftlich initiierte arbeitspolitische Strategien
der „Humanisierung der Arbeit“, bei denen die Vertreter der
Arbeiterschaft hofften, an ihre früheren Erfolge anzuknüpfen,
um auch gegen den Widerstand des Kapitals Alternativen zum Taylorismus
durchzusetzen. So kamen Maßnahmen wie job enrichment, job enlargement,
teilautonome Arbeitsgruppen und andere auf die Tagesordnung. Als Höhepunkt
dieser Entwicklung kann das in den 1980er Jahren geplante Montagewerk
von Volvo in Uddevalla gelten, in dem das Fließband abgeschafft
und durch die quasi „handwerkliche“ Fertigung von Fahrzeugen
durch kleine Teams in Montagewerkstätten ersetzt wurde.
Seit Ende der 1980er Jahre wurden in verschiedenen Ländern, aber
auch in einzelnen Unternehmen durchaus unterschiedliche Pfade der Restrukturierung
der Arbeit beschritten, die sich in einem Spannungsverhältnis von
defensiver und offensiver Flexibilisierung, von Neotaylorismus und Formen
der „ausgehandelten Einbindung“ und „verantwortlichen
Autonomie“ der Arbeitskräfte bewegten (vgl. Leborgne/Lipietz
1992). Reformorientierte politische Strategien visierten demzufolge einen
neuen Klassenkompromiss an, der auf die high road der kapitalistischen
Rationalisierung, die Verbindung von Produktivitätssteigerungen und
erweiterten Autonomiespielräumen der Lohnabhängigen zielte.
Allerdings konnte von einem „Ende der Arbeitsteilung“ (Kern/Schumann
1984) schon damals keine Rede sein. Die Musterbeispiele der „Humanisierung
der Arbeit“, die Volvo-Montagewerke in Kalmar und Uddevalla, 1974
und 1988 in Betrieb genommen, fielen der Krise Anfang der 1990er Jahre
zum Opfer. Auch in Deutschland setzte nach der Euphorie bezüglich
der „Humanisierung“ der Arbeit eine gewisse Ernüchterung
ein. Wenn es ein Leitbild gab, so war es Anfang der 1990er Jahre nicht
der „Kalmarismus“, sondern der „Toyotismus“, der
von US-amerikanischen Forschern zum Modell der „schlanken Produktion“
verallgemeinert worden war (vgl. Womack u.a. 1990) und vor allem unter
Kostensenkungsgesichtspunkten angewandt wurde. Auch das Produktionssystem
von Toyota stellte in mancher Hinsicht eine Abkehr vom tayloristisch-fordistischen
Modell dar. Der für den Fordismus charakteristische „geschobene
Produktionsfluss“ wurde durch einen „gezogenen Produktionsfluss“
ersetzt: just-in-time-Produktion, vorbeugende statt nachgelagerter Qualitätskontrolle,
„kontinuierlicher Verbesserungsprozess“. Die kurzzyklische
Arbeit am Fließband wurde im Toyota-Produktionssystem jedoch keineswegs
aufgehoben, vielmehr wurde die Arbeit weiter intensiviert. Parallel dazu
war seit den 1990er Jahren auch eine Rückkehr zu klassischen Formen
des Taylorismus in der Automobilmontage zu diagnostizieren (Jürgens
1997, Springer 1999).
Die meisten Industriesoziologen wie auch ihre Kritiker konzentrierten
ihr Interesse damals weiterhin vorrangig auf die Automobilindustrie, doch
zeigte sich spätestens seit den 1970er Jahren, dass die Mehrzahl
der Beschäftigten nicht mehr traditionelle shop floor-Tätigkeiten
an Drehbänken oder Fließbändern ausführte, sondern
mehr und mehr Dienstleistungsarbeit leistete: sei es in den Büros
der Industrieunternehmen in Rechnungswesen und Controlling, in Vertrieb
und Marketing, in Personalwesen oder Forschung und Entwicklung, sei es
in expandierenden Sektoren wie den unternehmensbezogenen oder haushaltsbezogenen
Dienstleistungen. In der Tat hatten Unternehmen einen zunehmenden Bedarf
an den Diensten von (gut bezahlten) Steuer- und Unternehmensberater/innen,
„kreativen“ Werbefachleuten oder Software-Entwicklern, aber
auch (schlecht bezahlten) Call-Center-Agent/inn/en, Reinigungskräften
und Wachdiensten. Demgegenüber sahen sich Haushalte oder Konsument/inn/en
zwar häufig in der Situation des „arbeitenden Kunden“,
wenn frühere Bedienungsleistungen im Einzelhandel, bei Banken oder
Tankstellen wegrationalisiert wurden. Aber auch für sie entstanden
zahlreiche neue (oder wiederbelebte alte) Dienstleistungen – vom
Pizzaservice bis zur Mediation, von der Finanz- bis zur Lebensberatung,
von der Tagesmutter bis zum Hundeausführdienst. Einige davon –
wie die Arbeit in Call-Centern oder die „Montage“ von Hamburger-Bratlingen
in der Systemgastronomie – erwiesen sich als ebenso tayloristisch
organisierbar wie Industriearbeit. Den meisten anderen fehlte dagegen
das Merkmal der rigiden Standardisierung, der kurzen Taktzeiten und der
strikten Vorschreibung von einzelnen Handgriffen. Aber selbst wenn sie
eher Züge der „verantwortlichen Autonomie“ hatten, bedeutete
dies häufig alles andere als selbstbestimmtes Arbeiten. Ob es sich
um Angestellte in kleineren oder größeren Unternehmen, um Selbständige
oder um Schein-Selbständige handelte: Sie alle gerieten direkt oder
indirekt unter den Druck der shareholder value-Ökonomie und des damit
verbundenen unerbittlichen Gebots des cost cutting.
Die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen änderten sich durch die
zunehmende Globalisierung der Finanzmärkte und die wachsende Dominanz
des „fiktiven Kapitals“, so dass Kapitalanlagen einem verstärkten
branchenübergreifenden Rendite- und Konkurrenzdruck unterworfen wurden
und werden – dies betrifft Stahlwerke wie Hotelketten, Autoproduzenten
wie Finanzinvestitionen. Börsennotierte Aktien-gesellschaften werden
nunmehr tagtäglich in ihrer performance verglichen und Konzernchefs
sehen ihr Prestige abhängig von den Voten der Analysten und rating-Agenturen,
für die sie Quartals-Berichte vorlegen müssen. Die Zeitschrift
Economist, linker Neigungen zweifellos unverdächtig, diagnostizierte
bereits 1990 besorgt, der Kapitalismus habe sich weitgehend zu einem Punter’s
Capitalism entwickelt, also zu einem System, das nach dem Geist der Pferdewetten
funktioniere: „To hold equity in a company is to own part of it…
Behind the legal front, however, the functional reality of equity has
been transformed. To shareholders in a typical public company in America
or Britain – call it Anglo-Saxon Inc – a share is now little
more than a betting slip. It is bought at what a shareholder thinks are
good odds, to provide winnings that he hopes will be large. The notion
that he owns part of Anglo-Saxon Inc makes as much sense to him as it
would for the average gambler to imagine that he owns part of Lucky Lady,
running in the 2.30 tomorrow afternoon.” (May 5 1990: 8). Abhilfe
gegenüber einer Orientierung, die nur noch auf kurzfristige Gewinnabschöpfung
setzt, sah das Blatt in einer Wiederbelebung des Eigentümer-Unternehmers.
Diesem Typus billigte das Blatt zu, auch längerfristige Ziele verfolgen
zu können, bei denen eventuell mit Ressourcen pfleglicher umgegangen
und Arbeitskräften Entwicklungsmöglichkeiten zugestanden wurden.
Die Erwartung nicht nur hoher, sondern stetig steigender Renditen hat
unmittelbar zu einem Druck auf Löhne und Arbeitszeiten geführt.
Drohten Unternehmen in den vergangenen Jahren mit Produktionsverlagerungen
mit der Begründung, sie hätten sonst Verluste zu befürchten,
so scheuen sie heutzutage nicht mehr davor zurück, solche Maßnahmen
auch bei üppig sprudelnden Gewinnen für legitim zu erklären,
wie die geplante Schließung des Nokia-Werkes in Bochum beispielhaft
zeigt. Die von den Finanzinvestoren erwarteten Gewinnspannen können
unter der Bedingung verschärfter Konkurrenz nicht mehr per mark-up-pricing
auf steigende Kosten aufgeschlagen werden. Vielmehr kalkulieren die Unternehmen
heute häufig zunächst, zu welchem Preis ihr Produkt im Markt
noch absetzbar ist. Von diesem Preis wird dann die erwartete Gewinnspanne
abgezogen, und daraus ergeben sich die Zielkosten, die nicht überschritten
werden dürfen. Durch diese Kombination der Konzepte des shareholder
value und des target costing werden Löhne und Arbeitsbedingungen
zur abhängigen Variable.
Dass dies durchsetzbar ist, liegt nicht zuletzt daran, dass der „stumme
Zwang der ökonomischen Verhältnisse“ seit der Transformation
des „realexistierenden Sozialismus“ in Osteuropa und Ostasien
weltweit wieder sehr viel stärker zur Geltung kommt. Mit der Öffnung
dieser Länder zum Weltmarkt ist das dem Kapital zur Verfügung
stehende globale Heer von Arbeitskräften schlagartig angewachsen.
In den 1980er Jahren schien es zwei gegenläufige und unvereinbare
Strategien der Arbeitsorganisation zu geben: den Neotaylorismus einerseits
und die „verantwortliche Autonomie“ der Arbeitskräfte
– heute als „Subjektivierung von Arbeit“ (vgl. Moldaschl/Voß
2002) diskutiert – andererseits. Doch mittlerweile wurde deutlich,
dass sich Momente der Subjektivierung von Arbeit und des Taylorismus bzw.
der Standardisierung von Arbeit sehr wohl kombinieren lassen, wie in dem
Beitrag von Ingo Matuschek, Frank Kleemann und G. Günter Voß
gezeigt wird. Demgegenüber untersuchen Nick Kratzer, Wolfgang Menz,
Sarah Nies und Dieter Sauer die Folgen der beschriebenen Veränderungen
auf die Leistungspolitik.
Bereits der durch Foucault inspirierte Begriff der Subjektivierung von
Arbeit verweist darauf, dass es hier nicht nur bzw. nicht vorrangig um
mehr Autonomie der Arbeitenden geht. Im Französischen bedeutet subjectivation
auch Unterwerfung, ist also ein herrschaftskritischer Begriff. Die Autonomie
der Arbeitenden bleibt auch bei der Subjektivierung von Arbeit begrenzt,
weil der beschränkte Zweck der kapitalistischen Produktion, die Verwertung
des Werts, in Form der indirekten Steuerung (vgl. Peters/Sauer 2005) durch
Vorgabe von Renditezielen gesetzt wird. Selbst wenn der Markt im Innern
der Unternehmen nur simuliert ist, bedeutet „Vermarktlichung“,
dass den Beschäftigten Ziele vorgesetzt werden, die sich ständig
weiter fortbewegen, je mehr sie sich ihnen annähern. Offen bleibt,
wie sich die inneren Widersprüche der Subjektivierung von Arbeit
artikulieren. Denn wenn die Subjektivität der Beschäftigten
mobilisiert wird, um die Produktivität zu steigern (oder auch, um
die Arbeit zu intensivieren), kann dies durchaus mit anderen Aspekten
der Nutzung der Arbeitskraft oder ihrer Ausbeutung kollidieren.
Auch im Bereich der Arbeitszeitpolitik ist es zu einem Trendbruch gekommen.
Seit dem 19. Jahrhundert waren der Kampf um den „Normalarbeitstag“
und die Verkürzung der Arbeitszeit nicht nur Voraussetzung für
eine geregelte Reproduktion der Arbeiterklasse, sondern ebenso für
die zunehmende Dominanz der relativen Mehrwertproduktion und den Übergang
von der vorwiegend extensiven zur vorwiegend intensiven Akkumulation (vgl.
Aglietta 1979). Der vorläufige Höhepunkt in dieser langfristigen
historischen Bewegung wurde mit dem Kampf um die 35-Stundenwoche erreicht.
Doch in den letzten Jahren hat sich dieser Trend offenbar umgekehrt. Schon
die 35-Stundenwoche konnte als Norm nicht gesellschaftlich verallgemeinert
werden, und dort wo sie eingeführt wurde, wurde sie mit der Ausdehnung
der Maschinenlaufzeiten und der Flexibilisierung der Arbeitszeiten bezahlt.
Inzwischen drängt das Kapital auf eine Rückkehr zur 40-Stundenwoche,
während der öffentliche Dienst Vorreiter einer Arbeitszeitverlängerung
über die 40-Stundenwoche hinaus ist. Einen breiten Überblick
über die Arbeitszeitentwicklung gibt Christoph Hermann, mit gewerkschaftlichen
Reaktionen setzt sich der Beitrag von Sophie Jänicke, Kay Ohl und
Hilde Wagner auseinander.
Aber nicht allein die Arbeitszeit wird verlängert. Hinzu kommt, dass
das „Normalarbeitsverhältnis“ immer mehr durch diverse
Formen der „atypischen Beschäftigung“ bzw. der Prekarisierung
von Arbeit ausgehöhlt und verdrängt wird. Auffallend zugenommen
haben in den letzten Jahren die Leiharbeit, die ungesicherte Teilzeitarbeit
bzw. „geringfügige“ Beschäftigung, außerdem
niedrige, nicht existenzsichernde Löhne und die Zahl der „neuen“
oder „Solo-Selbständigen“ (vgl. zu letzteren den Beitrag
von Mario Candeias). Die geläufige Rede von den Kern- und Randbelegschaften
verdeckt, dass die „Ränder“ nicht nur immer größer
werden, sondern auch auf die Arbeitsbedingungen, das Bewusstsein und das
Verhalten des kleiner werdenden „Kerns“ der Beschäftigten
im „Normalarbeitsverhältnis“ abstrahlen. Die normierende
Kraft des Normalarbeitsverhältnisses wird somit immer geringer. Sie
macht sich inzwischen vor allem negativ bemerkbar: als Ausschluss der
Prekarisierten aus den überkommenen Systemen der sozialen Sicherung,
die immer noch weitgehend an das Normalarbeitsverhältnis gekoppelt
sind.
Es bleiben die Fragen, wie Herrschaft unter diesen widersprüchlichen
Bedingungen funktioniert, wie – jenseits des „stummen Zwangs“
der ökonomischen Verhältnisse – Konsens hergestellt wird,
aber auch, wo Widersprüche aufbrechen und Möglichkeiten für
die Artikulation von gemeinsamen Interessen derer entstehen, die sich
immer mehr an den Rand gedrängt sehen. Vielfach wird der Klassenkampf
gleichsam ins Innere der Individuen verlagert. So stellt Mario Candeias
die Widersprüche zwischen Unternehmergeist und Prekarität dar,
in denen sich die neuen „Solo-Selbständigen“ bewegen.
Ingrid Artus zeigt in ihrem Beitrag, wie die „repressive Integration“
in die „Betriebsfamilie“ auch bzw. gerade unter den Bedingungen
prekärer Arbeit in multinational operierenden Dienstleistungsunternehmen
mehr oder minder funktioniert. Der Kampf um eine kollektive Interessenvertretung
erscheint unter diesen Bedingungen als „verrückt“ –
und findet dennoch manchmal mit Erfolg statt.
Nicht unwesentlich verschieden sind auch die gewerkschaftlichen Handlungsbedingungen
in Ostdeutschland. Zu lange wurde hier versucht scheinbar erfolgreiche
Muster gewerkschaftlicher Arbeit einfach zu übertragen. Demgegenüber
plädiert Robert Hinke dafür die neuen Bundesländer als
eigensinniges Handlungsterrain anzuerkennen.
Die gegenwärtigen Kämpfe in und um Arbeit sind in einem hohen
Maße politisiert. Beispielhaft dafür sind die Auseinandersetzungen
um einen Mindestlohn, um neue Formen der sozialstaatlichen Absicherung
angesichts brüchiger und prekärer Erwerbsbiographien oder auch
um die europäische Dienstleistungsrichtlinie. Damit wird die Frage
nach gesellschaftlichen Interessenkoalitionen zentral. Die tiefgreifenden
Veränderungen in den Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen
haben die gesellschaftlichen Ungleichheiten neu konturiert. Robert Castel
hat dafür das Bild der drei „Zonen“ vorgeschlagen, die
sich nach dem Grad der Stabilität und Qualität des Zugangs zur
Erwerbsarbeit, der sozialstaatlichen Absicherungen und der Reichweite
und Tragfähigkeit sozialer Einbindungen unterscheiden: die Zonen
der „Integration“, der „Verwundbarkeit“ und der
„Abkoppelung“ oder sozialen Ausgrenzung.
Die Erfahrungen zunehmender Intensivierung und Unsicherheit der Erwerbsarbeit,
von fremdbestimmter Flexibilität, Abstiegsängsten und sozialer
Ungerechtigkeit reichen gegenwärtig bis weit in die „Zone der
Integration“ hinein, obwohl dort tarifvertragliche Regelungen noch
Bestand haben und sozialstaatliche Absicherungen der Erwerbsposition bislang
noch greifen. Entscheidend wird daher sein, inwieweit es gelingt, um die
Themen der Verbindung von Sicherheit und Autonomie in und jenseits der
Erwerbsarbeit Interessenkoalitionen zwischen den Lohnabhängigen der
verschiedenen „Zonen“ zu schaffen. Sonst drohen Entsolidarisierung
und weitere Niederlagen bei den Kämpfen in der und um die Arbeit.
Umkämpfte Arbeit konnte in diesem Heft nur schlaglichtartig beleuchtet
werden – wir verstehen dies als den Beginn einer aktuellen Bestandsaufnahme
bzw. als Moment einer fortlaufenden Beschäftigung mit dem Thema,
die die PROKLA von Beginn an gekennzeichnet hat. Daher laden wir dazu
ein, uns auch in Zukunft Manuskripte zu diesem Themenkreis zuzusenden,
und zwar keineswegs nur bezogen auf Arbeit in Deutschland. Industriesoziologische
und arbeitspolitische Analysen sollten unserer Ansicht nach wieder stärker
in den Kontext der Kritik der politischen Ökonomie bzw. kritischer
Gesellschaftstheorie gestellt werden, als es in den letzten Jahren üblich
war.
Gegenwärtig sind die US-amerikanische Immobilienkrise und ihre Auswirkungen
auf das internationale Finanzsystem in aller Munde. Genau vor einem Jahr
veröffentlichten wir in PROKLA 146 (März 2006) „Das Ende
der Immobilienblase in den USA“, einen Artikel von Trevor Evans,
der auch heute noch lesenswert ist. Mit dem Finanzsystem und der Rolle
von Finanzinvestoren beim Umbau der deutschen Wirtschaft beschäftigt
sich in diesem Heft (außerhalb des Schwerpunkts) der Artikel von
Martin Beckmann.
Zwei Artikel in den beiden letzten Nummern der PROKLA regten zum Widerspruch
an. Raimund Feld wirft einen kritischen Blick auf die Analyse der Präsidentschaftswahlen
von Kolja Lindner in PROKLA 148 (September 2007) und Klaus Lederer antwortet
auf Henrik Lebuhns Untersuchung der Berliner Stadtpolitik und der Rolle
der Linkspartei in PROKLA 149 (Dezember 2007). In kurzen Beiträgen
setzten sich die beiden kritisierten Autoren mit ihren Kritikern auseinander.
Literatur
Aglietta, Michel (1979): A theory of capitalist regulation. London.
Jürgens, Ulrich (1997): Rolling back cycle times: The renaissance
of the classical assembly line in final assembly. In: Koichi Shimokawa
u.a. (Hg.), Transforming automobile assembly, Berlin u.a., 255-273.
Kern, Horst; Schumann, Michael (1984): Das Ende der Arbeitsteilung? Rationalisierung
in der industriellen Produktion: Bestandsaufnahme, Trendbestimmung. München.
Leborgne, Danièle; Lipietz, Alain (1992): Conceptual fallacies
and open questions on Post-Fordism. In: Michael Storper, Allen J. Scott
(Hg.), Pathways to industrialization and regional development. London,
New York, 332-348.
Moldaschl, Manfred; Voß, G. Günter (Hg.) (2002): Subjektivierung
von Arbeit. München, Mering.
Peters, Klaus; Sauer, Dieter (2005): Indirekte Steuerung – eine
neue Herrschaftsform. In: Hilde Wagner (Hg.), „Rentier’ ich
mich noch?“ Neue Steuerungskonzepte im Betrieb, Hamburg, 23-58.
Springer, Roland (1999): Rückkehr zum Taylorismus? Arbeitspolitik
in der Automobilindustrie am Scheideweg. Frankfurt, New York.
Womack, James P.; Jones, Daniel T.; Roos, Daniel (1990): The machine that
changed the world. New York.
|