PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

  • Nadir-Zeitschriftensuche: PROKLA
    Loading
    Warum Google-Suche?

    -Statistiken aus/ein

  • Das Archiv enthält alle Jahrgänge seit 1971 und die Sonderhefte im Volltext. Die Volltexte der je aktuellen drei Jahrgänge sind nicht online, können aber beim Verlag oder im (linken) Buchhandel bestellt werden.

  • Die PROKLA erscheint beim

    und kooperiert mit
  • Meta

  • Lizenz

    Creative Commons Lizenzvertrag
    Die auf dieser Website zur Verfügung gestellten PROKLA-Texte stehen unter einer Creative Commons Lizenz.

Archive for the 'Jessop' Category

Editorial PROKLA 165

Posted by Die Redaktion on 20th Dezember 2011

Download summaries (engl.) & AutorInnen

Titel 2011-04Gesellschaftstheorie im Anschluss an Marx (Dezember 2011)

PROKLA-Redaktion: Editorial  
Gesellschaftstheorie im Anschluss an Marx
 
Alex Demirović: Kritische Gesellschaftstheorie und die Vielfalt derEmanzipationsperspektiven  
Hanna Meißner: Totalität und Vielfalt – gesellschaftliche Wirklichkeit als multidimensionaler Zusammenhang  
Sebastian Bandelin: Wer sieht das, was wir nicht sehen? Überlegungen zum Subjekt der Ideologiekritik  
Bob Jessop: Der ökonomische Determinismus – neu betrachtet
Andreas Fisahn: Paschukanis versus Bloch –
Sozialutopie und Rechtsform
 
Thomas Gehrig: Der entropische Marx. Eine Bitte an den Marxismus, die Entropie-Kirche im thermodynamischen Dorf zu lassen
 
Bernd Röttger: Das Landnahmetheorem: eine kritische Würdigung  
   
Außerhalb des Schwerpunkts  
Tom Strohschneider: Die Linkspartei in der Krise  

Marx in den Zusammenhang der Gesellschaftstheorie zu stellen, ist heute nicht selbstverständlich. Nicht selten wird Marx im wesentlichen als das wahrgenommen, was er eigentlich gar nicht sein wollte, ein Theoretiker, der als Kritiker der bürgerlichen Ökonomie den Kapitalismus kritisierte – Kapitalismus ganz eng verstanden als Wirtschaftssystem. Entsprechend eng fällt dann der Bezug auf das Marx’sche Werk aus. Es werden einige Grundbegriffe seiner Kritik der politischen Ökonomie genutzt: der Wert, der sich selbst verwertet und sich systemisch gegen alle Verhältnisse durchsetzt, was dahingehend zugespitzt wird, dass mit dem Kapitalismus eine Dynamik vorherrscht, in welcher der abstrakte Reichtum um seiner selbst willen produziert wird. In dieser Perspektive scheint es dann so, als sei die Marx’sche Theorie kaum über die Vorbehalte des von Marx so sehr geschätzten Aristoteles hinausgekommen, dass eine Produktion, der es nur um die Vermehrung des Geldes gehe, allmählich zu Grunde gehen müsse, weil sich Geld nun mal nicht essen lasse und überdies die Moral der Menschen verderbe. Auch erscheint die Marx’sche Theorie nur als eine weitere Spielart jener Klage, derzufolge alle gesellschaftlichen Verhältnisse dem Markt unterworfen und ökonomisiert würden – so als ob sich die Ökonomie völlig aus der Gesellschaft entbettet und sich von jeder Politik befreit hätte. Es wird die Kritik der Entfremdung reformuliert: dass das, was die Menschen erzeugen, sich zu einer Gewalt über sie erhebt. Gefordert werden dann die Zivilisierung der Märkte und die Wiederherstellung des Vorrangs der Politik, also letztlich eine bessere staatliche Sorge für seine Bürger und Bürgerinnen. Aber gerade Marx war derjenige, der gezeigt hat, dass in kapitalistischen Gesellschaften die Politik den von der Ökonomie ausgehenden Zwängen unterliegt. Aber mehr noch: die Politik ist selbst ein Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise; dass sie die Kapitalverwertung sichert und ausgestaltet, ist keine bedauerliche Abweichung sondern Normalität. Mehr im Editorial (pdf/Volltext)

Tags: , , , , , , , ,
Posted in Ausgaben, Bandelin, Demirović, Fisahn, Gehrig, Inhalt/Editorial, Jessop, Meißner, Redaktion, Röttger, Strohschneider | 1 Comment »