PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Archive for the 'Lotz' Category

Editorial PROKLA 180

Posted by Die Redaktion on 24th September 2015

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Titel 2015-03Editorial: Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte (September 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte (September 2015)
Fabian Georgi und John Kannankulam: Kräfteverhältnisse in der Eurokrise. Konfliktdynamiken im bundesdeutschen ‚Block an der Macht’
Daniel Keil: Die Erweiterung des Resonanzraums. Pegida, die Aktualisierung des Völkischen und die Neuordnung des Konservatismus
Felix Syrovatka: Der Aufstieg der Madame Le Pen. Die Strategie der Front National im Europawahlkampf 2014
Joachim Becker: Oligarchie – eine Form bürgerlicher Herrschaft. Das Beispiel osteuropäischer semi-peripherer Kapitalismus
Außerhalb des Schwerpunkts
Thomas Goes: Linkspopulismus und Prekarisierung
Christian Lotz: An der Oberfläche der Tauschgesellschaft Kritik der Kritischen Theorie
Alex Demirović: „Anders denken, anders sprechen“. Ein Besprechungsessay zu „Das Kapital lesen“
Einspruch
Michael Heinrich: Gute deutsche Politik

„Noch vor einem Jahrzehnt glaubten viele, sie sei am Schluss ihrer Weisheit und Wirksamkeit angelangt …: die Theorie des Neo-Liberalismus“ – so Elmar Altvater 1981 in der PROKLA 44. Die ökonomischen und politischen Folgen der Krise 1929“. brachten das Laisser-faire in die Defensive. Mit den Klassenkämpfen und sozialen Auseinandersetzungen in den 1960er und 1970er Jahren galt der Keynesianismus in den industriellen Zentren als die anerkannte wirtschaftspolitische Doktrin sowie die adäquate Form, den Widerspruch von Kapital und Lohnarbeit zu bearbeiten. „Lieber fünf Prozent Inflation als fünf Prozent Arbeitslosigkeit“ – noch 1972 schien der Ausspruch des späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt Common Sense, wurde Geldwertstabilität für weit weniger wichtig gehalten als das Beschäftigungsniveau. Es kam bekanntlich anders – auch dank Helmut Schmidt, der die ersten Austeritätsmaßnahmen einleitete, Jahre vor Helmut Kohl. Mit Ronald Reagan in den USA, Margaret Thatcher in Großbritannien und Helmut Kohl in Deutschland wurde der sozialstaatlich verfasste Nachkriegskapitalismus jedoch endgültig angezählt. Rot-Grün unter Gerhard Schröder markierte mit der Agenda 2010 den vorläufigen Höhepunkt neoliberaler Politik in Deutschland. Die Linke hatte es über Jahre schwer, mit der Offensive von Kapitalinteressen und neuer Bürgerlichkeit einen politischen Umgang zu finden.

Angesichts der tief greifenden Krise des Kapitalismus, die ihren Ausgangspunkt zwar 2006 auf dem US-Immobilienmarkt hatte, sich aber 2007 über die globalen Finanzmärkte weltweit ausbreitete, zeigten sich viele Linke guten Mutes: Die Hegemonie des Neoliberalismus habe Risse bekommen, in die das „Neue“ eindringen könnte, das überall und dank des globalen Widerstands gegen die sozialen und politischen Zumutungen bereits aufblitze (vgl. PROKLA 177). In Europa repräsentierte für viele Syriza die Hoffnung politischer Alternativen, nachdem die Krise schließlich in die sogenannte Eurokrise (2009ff.) mündete, auf die die Euro-Länder unter deutscher Führung mit Austerität antworteten, während Angela Merkel die „marktkonforme Demokratie“ ausrief. Die Linkspartei in Griechenland, aber auch Podemos in Spanien machten vielen Hoffnung, dass die neoliberale Alternativlosigkeit in eine Sackgasse geraten war. Seit Juli 2015 wissen wir, dass es anders kam. Selbst wenn die Geschichte noch nicht zu Ende ist.

In einigen der letzten PROKLA-Ausgaben sind wir vor allem auf die ökonomische Dimension der Krise (PROKLA 157), die Krise der Wirtschaftswissenschaften (PROKLA 164), die EU und den Euro (PROKLA 168) und den „Krisengewinner Deutschland“ (PROKLA 166) eingegangen. Dass Deutschland Krisengewinner ist, ist eine Voraussetzung dafür, dass eine breite Zustimmung für die Austeritäts- und Dominanzpolitik der Bundesregierung organisiert werden kann. Auch viele Texte außerhalb der jeweiligen Schwerpunkte hatten Griechenland zum Thema. In der vorliegenden PROKLA geht es vor allem darum, wie sich die Krise politisch in der Reorganisation der bürgerlichen Kräfte ausdrückt und fortschreibt. Weiterlesen im Editorial.

Posted in Becker, Joachim, Demirović, Goes, Heinrich, Inhalt/Editorial, Kannankulam, Keil, Lotz, Michael, Redaktion, Startseite, Syrovatka | No Comments »

Editorial PROKLA 176

Posted by Die Redaktion on 30th September 2014

Download summaries (engl.) & AutorInnen

Titel 2014-03Editorial: Politische Ökonomie des Mülls (September 2014)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Politische Ökonomie des Mülls
Regina Hemetsberger: Abfallsammlung in Buenos Aires: städtische Informalität und Formalisierungspolitik
Nicolas Schlitz: Die Krise privatisierter ‘Entsorgbarkeit’ und die Neuverhandlung gesellschaftlicher Müllverhältnisse in Bangalore
Lars Bomhauer-Beins und Anke Strüver: Globaler Schrott: Raumproduktionen, Destruktionsketten und die sozioökonomischen Strukturen der pakistanischen Schiffsabwrack-Industrie
Achim Brunnengräber und Lutz Mez: Strahlende Hinterlassenschaften aus Produktion und Konsumtion. Zur Politischen Ökonomie des Atommülls
Fortsetzung des Schwerpunkts Klassentheorien
(PROKLA 175)
Christian Lotz: Klasse und Gewalt. Anmerkungen zum Verschwinden des Klassenbegriffs in Kritischer Theorie und Post-Marxismus
Jannis Milios und Georg Economakis: Mittelklassen, Klassenstellung und politische Klassenpositionen
Andreas Kemper: Klassismus: Theorie-Missverständnisse als Folge fehlender anti-klassistischer Selbstorganisation? Replik zu Christian Baron: Klasse und Klassismus, PROKLA 175
Außerhalb des Schwerpunkts
Martin Kronauer: Autonomie in der Krise
Josef Falkinger: Die realökonomischen Ursachen der Rezession

Der weltweit immer weiter wachsende Müll gilt als eine der großen sozialen und ökologischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. In den Ozeanen treiben 100 Millionen Tonnen Plastikmüll herum, und lange Zeit waren die Weltmeere auch beliebte Lagerungsorte für Munitionsabfälle. In Großstädten wie Berlin gibt es täglich 3.800 Tonnen Abfall, und in Megacities des Südens wie etwa Shanghai, Rio de Janeiro oder Mexico City werden solche Zahlen noch weit übertroffen. Für große Mengen von Haushalts- wie von Gewerbeabfällen findet sich allerdings kein Platz in den Ländern, in denen sie entstanden sind, ebensowenig wie es bislang für Müll aus Atomkraftwerken zuverlässige Lösungen zum Endverbleib gibt. Aber auch die politische Ökonomie hat noch keinen rechten Platz für den Müll gefunden. Ihre Themen kreisen um Produktionskräfte und Produktionsverhältnisse, um Verteilung und Reproduktion, um Kreisläufe und Krisen sowie um die Dynamik der kapitalistischen Produktionsweise. Marx erwähnte die „Exkremente der Produktion“ im dritten Band des Kapitals gleichfalls eher beiläufig, indem er sie – der industriellen Praxis seiner Zeit entsprechend – als Rohstoffe für andere Zweige anführte (etwa Eisenspäne, die bei der Maschinenproduktion anfallen und wieder in die Eisenproduktion eingehen), während er die „Exkremente der Konsumtion“ als Dünger in der Landwirtschaft verwertet sah. Weiterlesen im Editorial

Posted in Bomhauer-Beins, Brunnengräber, Economakis, Hemetsberger, Inhalt/Editorial, Kemper, Lotz, Mez, Milios, Redaktion, Schlitz, Strüver | No Comments »