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Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Archive for the 'Podann' Category

Editorial PROKLA 173

Posted by Die Redaktion on 15th Januar 2014

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Titel 2013-04Editorial: Familie und Staat (Dezember 2013)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Familie und Staat
Urs Müller-Plantenberg: Nachruf für Thomas Hurtienne
Katharina Hajek: Familienduell. Von der politischen Regulierung und den Kämpfen um Familie
Susanne Schultz: Familienpolitik und die „demografische Chance“. Zur postkatastrophistischen Phase einer neuen deutschen Bevölkerungspolitik
Audrey Podann: Der Lohn ist die Arbeit. Die In-Wert-Setzung weiblichen Arbeitsvermögens als emanzipatorisches Dilemma
Tomke König: Familien-Ideale. Regulierungen einer privaten Lebensform
Anna Jüschke und Katharina Schoenes: Zwei Zahnbürsten, ein Reiskocher und romantische Liebe – Konstruktion und Verfolgung aufenthaltsrechtlicher Scheinehen in der Bundesrepublik
Volker Woltersdorff: „Wandel, Persistenz, Paradoxie“. Normalisierung und Prekarisierung von Sexualität
und Geschlecht im Neoliberalismus
Heinz-Jürgen Voß: Homo-Ehe oder Solidaritätsvertrag?
Außerhalb des Schwerpunkts
Errol Babacan: Der Juni-Aufstand in der Türkei

„Wer sich in Familie begibt, kommt darin um“ – diese bittere Diagnose des Wiener Schriftstellers Heimito von Doderer, der seit den 1950er Jahren mit Romanen wie Die Strudlhofstiege oder Die Dämonen bekannt wurde, hätte die Mehrzahl seiner bürgerlichen Leser/innen wohl kaum geteilt, galt doch nicht nur ihnen, sondern sämtlichen gesellschaftlichen Schichten die Familie als einzig erstrebenswerte Lebensform. Zwar warfen auch andere Schriftsteller wie Arthur Schnitzler oder Thomas Mann einen Blick in die seelischen Abgründe, die sich in Familien auftun konnten, und schilderten beredt die möglichen psychischen Beschädigungen, die vor allem Frauen und Kinder, aber keineswegs nur sie, trafen. Auch Sozialwissenschaftler wie Max Horkheimer oder Erich Fromm stellten bereits 1936 in den Studien über Autorität und Familie kritische Überlegungen zur Entstehung autoritärer Persönlichkeiten an. Die patriarchale Kleinfamilie, in der sämtliche Mitglieder in ihrer Abhängigkeit von dem männlichen Ernährer standen, wurde als eine der tieferen Ursachen dafür gesehen, dass Kinder heranwuchsen, die unselbständig blieben, von Minderwertigkeitsgefühlen geplagt waren und sich bereitwillig unterordneten.

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Posted in Babacan, Hajek, Inhalt/Editorial, Jüschke, König, Tomke, Müller-Plantenberg, Podann, Redaktion, Schoenes, Schultz, Voß, Woltersdorff | 1 Comment »