PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Archive for the 'Call for Paper' Category

Call for Papers 182: Religion, Politik und Ökonomie

Posted by Die Redaktion on 11th Mai 2015

Call for Papers PROKLA 182
Religion, Politik und Ökonomie
(Heft 1, März 2016)

Vor mehr als zwei Jahrzehnten prägte Samuel Huntington – zunächst als Frage, dann als Behauptung – die Formel vom Clash of Civilizations. Auf diese Art seien dem Westen, nachdem ihm der Kommunismus der realsozialistischen Länder als Gegner abhandenkam, neue Herausforderungen erwachsen. Heutzutage wird nur noch selten auf Huntingtons Begrifflichkeit Bezug genommen, bleibt doch seine Vorstellung von Kultur recht vage und scheint die These von homogenen „Kulturräumen“ mehr als fraglich. Zur Erklärung aktueller Konflikte und Kriege wird allerdings vermehrt auf eine bestimmte Kulturform, nämlich die Religion zurückgegriffen. Wenn der Ägypter Hamed Abdel Samad in Der islamische Faschismus (2014) wortreich vertritt, Islam und Faschismus seien von Grund auf wesensverwandt, stößt diese These in vielen Medien und in einer breiten Öffentlichkeit auf große Resonanz, da sie unter anderem eine einfache Erklärung für das Vordringen und die terroristischen Praktiken von ISIS im Nordirak anzubieten scheint. Dabei wird darüber hinweggegangen, dass etwa der Begriff „Jihad“ innerhalb der islamischen Welt unterschiedliche und widersprüchliche Interpretationen erfährt, und die Bandbreite von der angeblich legitimen Gewalt gegen Ungläubige bis zum individuellen inneren Kampf um den richtigen Glauben reicht. Zudem werden politisch-ökonomische Hintergründe für kriegerische Auseinandersetzungen oftmals ausgeblendet und diese als reines Kulturphänomen gesehen. Eine Untersuchung neuerer politischer Allianzen und Konflikte sollte jedoch beide Ebenen ins Auge fassen, wobei der Blick nicht auf den Islam und auf den Nahen Osten zu beschränken ist. So kann allgemein gefragt werden, inwieweit nicht-staatliche Gruppierungen (wie ISIS) in neuerer Zeit oder Nationalstaaten (wie Saudi-Arabien) bereits seit Längerem Religion zur Legitimation und auch zur Durchsetzung ihrer machtpolitischen und ökonomischen Interessen heranziehen. Das betrifft in ähnlicher Weise andere fundamentalistische Orientierungen, seien diese nun christlich, muslimisch oder hinduistisch. Religiös-politische Bewegungen können sich gegen das Vordringen „westlicher“ neoliberaler Regime richten und eine Rückkehr zu vorgeblich traditionellen Werten versprechen. Ebenso gut können neoliberale Konzepte der Wirtschaftsordnung jedoch Hand und Hand mit einer verstärkten Hinwendung zur Religion einhergehen, wie es die AKP in der Türkei, PAN in Mexiko, die Rechte in Guatemala und nicht zuletzt die Tea Party in den USA zeigen.

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Call for Papers 181: Geopolitische Konflikte nach der „neuen Weltordnung“

Posted by Die Redaktion on 20th Februar 2015

Call for Papers PROKLA 181
Geopolitische Konflikte nach der „neuen Weltordnung“
(Heft 4, Dezember 2015)

Nur ein knappes Vierteljahrhundert nach ihrer Ausrufung durch George H.W. Bush befindet sich die „neue Weltordnung“ in Auflösung. Der Konflikt in der Ukraine, die (Bürger-)Kriege im Nahen Osten und der Aufstieg des IS, die Weltwirtschaftskrise und die durch sie beschleunigten Verschiebungen zugunsten der BRICS-Staaten, die Krise in der EU, die Konflikte um natürliche Ressourcen und die ökologischen Krisenphänomene wie der Klimawandel haben die Vorstellung einer friedlichen globalen Entwicklung unter kapitalistischen Vorzeichen und unter US-amerikanischer Führung gründlich desavouiert. Die Klassenkämpfe, die sich im Zuge der Weltwirtschaftskrise verschärft haben, überlagern sich mit Territorialkonflikten, wie etwa in Ostasien, in der Ukraine oder im arabischen Raum besonders deutlich wird. Gleichzeitig werden Projekte wie das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) und das internationale Dienstleistungsabkommen TISA vorangetrieben. Es verstärken sich mithin sowohl Tendenzen der ökonomischen und politischen Vereinheitlichung des kapitalistischen Weltsystems als auch Tendenzen seiner zunehmenden Fragmentierung.

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Call for Papers 180: Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte

Posted by Die Redaktion on 22nd Dezember 2014

Call for Papers PROKLA 180
Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte
(Heft 3, September 2015)

Die ökonomische Krise ab 2008 hatte nicht nur ökonomische, sondern auch politische und ideologische Folgen. Die Krise zerrüttete die Profitaussichten und veränderte die Reproduktionsbedingungen des Kapitals insgesamt. Diese Veränderungen trafen nicht alle Kapitale gleichermaßen. Entsprechend vielfältig sind die Reaktionen – etwa der Unternehmensverbände. Während Finanzvermögen gerettet wurden und die Troika-Politik in der Eurozone auf eine Tragfähigkeit der Staatsschulden und eine Schwächung der ArbeiterInnenklasse abzielt, unterminiert dieser Austeritätskurs die Binnenwirtschaft der betroffenen Länder und stellt auch für das auf den Binnenmarkt ausgerichtete Kapital ein Problem dar.
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Call for Papers 179: Illusion und Macht des Geldes

Posted by Die Redaktion on 30th September 2014

Call for Papers PROKLA 179
Illusion und Macht des Geldes
(Heft 2, Juni 2015)

Die Krise 2008 löste bis weit in das bürgerliche Lager Zweifel an der Funktionsfähigkeit des Kapitalismus aus. Der neoliberale Mainstream hatte die Krise weder vorhergesehen noch konnte er sie erklären, sodass die bis dahin weitgehend marginalisierte kritische Ökonomietheorie neuen Auftrieb erhielt. Grundlegende Fragen wurden nun wieder gestellt – so auch die nach der Bedeutung des Geldes, seiner Formen und Funktionen oder nach den Möglichkeiten und Grenzen der Geldpolitik. Schließlich wurde die Macht und Ohnmacht der Zentralbankpolitik gleichermaßen offensichtlich: EZB-Präsident Mario Draghi konnte mit nur wenigen Worten im Sommer 2012 den Höhenflug der Zinsen auf Staatsanleihen der Länder an der Euro-Peripherie beenden; gleichzeitig zeitigt selbst extreme Niedrigzinspolitik über längere Zeit kein Wirtschaftswachstum. Die Zentralbanken wurden quasi Bad Banks, die den Markt von „faulen“ Krediten und „toxischen“ Wertpapieren befreien sollte, um wieder „Vertrauen“ herzustellen; gleichzeitig sind die Zentralbanken wichtige Akteure bei der Re-Regulierung der Geld- und Kapitalmärkte.
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Call for Papers 178: Biokapitalismus

Posted by Die Redaktion on 26th Juni 2014

PROKLA 178
Biokapitalismus
(Heft 1, März 2015)

Die kapitalistische Produktionsweise greift auf die ‚Natur’, den ‚Körper’ und das ‚Leben’ historisch in immer neuen Weisen zu und führt zur Entstehung von jeweils besonderen gesellschaftlichen Natur- und Körperverhältnissen. Neueste Entwicklungen umfassen u.a. die reproduktionsmedizinischen Technologien, Produktion und Handel von Eizellen, Spermien, Geweben oder Organen, die Praktiken der ästhetischen Körpergestaltung sowie wiederholte Vorstöße zur Patentierung von Leben. Der menschliche Organismus wird dabei prinzipiell als gestaltbar, transformierbar und züchtbar gedacht. Was ist das spezifisch Kapitalistische daran, das es erlauben oder gar dazu nötigen würde, von ‚biokapitalistischer’ Vergesellschaftung und entsprechenden Eigentumsverhältnissen (Patente auf Leben) zu sprechen?

Es gibt Erklärungen, die von Inwertsetzung des Lebendigen oder Landnahme sprechen. Doch was genau wird in Wert gesetzt? Wie hängen dabei kapitalistische und nichtkapitalistische Ökonomien zusammen? Welche Art von Herrschaft wird dabei ausgeübt? Wie wirkt sich dies auf die Verhältnisse zwischen Klassen und Geschlechtern sowie kapitalistischen Zentren und ihren Peripherien aus? Unklar ist ebenfalls, was der Begriff des „Biokapitalismus“ meint. Handelt es sich um die Feststellung einer neuen Produktionsform oder -stufe – und wann begann diese? Ist er eine gesellschaftliche Tendenz der Reorganisation der Lebensweise? Geht es um branchenspezifische Praktiken auf der Grundlage neuer technischer Möglichkeiten? Insofern wäre auch zu fragen, inwieweit es berechtigt ist, von einem neuen „biokapitalistischen Komplex“ zu reden.
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Call for Papers 177

Posted by Die Redaktion on 14th März 2014

PROKLA 177
Globale Proteste zwischen Organisation und Bewegung
(Heft 4, Dezember 2014)

Die seit 2011 weltweit entflammten Massenproteste, die ihren Anfang in den arabischen Ländern genommen haben, überraschten WissenschaftlerInnen wie AktivistInnen gleichermaßen. Trotz der umfassenden sozialen Proteste gegen die Globalisierung in den 2000er Jahren hätte vermutlich kaum jemand soziale und politische Proteste von derartigem Ausmaß oder gar den Fall starker autoritärer Regime wie in Tunesien und Ägypten erwartet. Die Dynamik der Proteste 2011 erfasste nicht allein die arabischen Länder. Gegen die Krise und Austeritätspolitik kam es zu spektakulären Mobilisierungen in Spanien, Griechenland, Portugal und den USA. In vielen weiteren Ländern fanden breite Proteste statt, in Israel, Bulgarien, Slowenien, Kroatien, Chile, England oder der Türkei. In zahlreichen Ländern werden Kämpfe um Energie geführt, 2012 kam es zu einer starken europaweiten Bewegung und Selbstorganisierung von refugees.

Die Gründe, Motive und unmittelbaren Anlässe waren oft unterschiedlich, ebenso die Logik der Proteste – vor allem, wenn man die Bewegungen und Aufstände in unterschiedlichen Weltregionen vergleicht. Doch die brutale Austeritätspolitik, mit der die politischen Eliten weltweit auf die Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007/2008 reagiert haben, sowie die (damit oftmals eng zusammenhängende) Tendenz zu einer fortschreitenden politischen Entdemokratisierung haben sich als wichtige Themenfelder für die aktuellen globalen Proteste herauskristallisiert.
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Call for Papers 176

Posted by Die Redaktion on 27th Januar 2014

PROKLA 176
„Politische Ökonomie des Mülls“
(Heft 3, September 2014)

Der weltweit immer weiter wachsende Müll gilt als eine der großen sozialen und ökologischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. In den Ozeanen treiben 100 Millionen Tonnen Plastikmüll herum, und lange Zeit waren die Weltmeere auch beliebte Lagerungsorte für Munitionsabfälle. In Großstädten wie Berlin gibt es täglich 3.800 Tonnen Abfall, und in Megacities des Südens wie etwa Shanghai, Rio de Janeiro oder Mexico City werden solche Zahlen noch weit übertroffen. Für große Mengen von Haushaltsabfällen findet sich allerdings kein Platz in den Ländern, in denen sie entstanden sind, ebensowenig wie es bislang für Müll aus Atomkraftwerken zuverlässige Lösungen zum Endverbleib gibt.  Aber auch die politische Ökonomie hat noch keinen rechten Platz für den Müll gefunden. Ihre Themen kreisen um Produktionskräfte und Produktionsverhältnisse, um Verteilung und Reproduktion, um Kreisläufe und Krisen sowie um die Dynamik der kapitalistischen Produktionsweise. So erwähnte Marx im 3. Band des Kapital die “Exkremente der Produktion” gleichfalls eher beiläufig, indem er sie – der industriellen Praxis seiner Zeit entsprechend – als Rohstoffe für andere Zweige anführte (etwa Eisenspäne, die bei der Maschinenproduktion anfallen und wieder in die Eisenproduktion eingehen), während er die “Exkremente der Konsumtion” als Dünger in der Landwirtschaft  verwertet sah. Tatsächlich war das 19. Jahrhundert von Kulturen der Sparsamkeit und der Wiederverwertung geprägt. Nicht nur für die ländliche Bevölkerung, auch für den Großteil der Städter war es selbstverständlich, dass man kaputte Werkzeuge und Maschinen reparierte, Reste von Mahlzeiten zu neuen Gerichten verkochte, Stoffe wendete und Kleidungsstücke umnähte. Daneben führten Bergbau und neue Großindustrien zu Abraumhalden und stinkenden Flüssen, aber diese Schäden wurden von vielen als notwendiger Preis des Fortschritts gesehen. Read the rest of this entry »

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Call for Papers 175

Posted by Die Redaktion on 9th Oktober 2013

PROKLA 175
„Klassentheorien“
(Heft 2, Juni 2014)

Der Klassenbegriff erfährt in den letzten Jahren verstärktes Interesse. Nicht nur ist es im öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs wieder gängig, von Klassen als soziale Gruppen zu sprechen. Gerade die Beschreibung gegenwärtiger Gesellschaften als Klassengesellschaften trifft nach Ansicht vieler – und keineswegs nur der üblichen Verdächtigen – ins Schwarze. So spricht Hans-Ulrich Wehler (07.02.2013) in „Die Zeit“ von „neuen Klassengrenzen“ in Deutschland. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (02.06.2013) ist sogar von einer „neuen Klassengesellschaft“ die Rede. Selbst bekannte Vertreter_innen der Individualisierungsthese wie Ulrich Beck und Angelika Poferl (Hg., 2010) diskutieren in ihren jüngeren Publikationen Klassentheorien à la Immanuel Wallerstein und Leslie Sklair.

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Call for Papers 174

Posted by Die Redaktion on 9th August 2013

PROKLA 174
„Materialistischer Feminismus“
(Heft 1, März 2014)

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts rangen sozialistische und kommunistische Feministinnen wie Clara Zetkin oder Alexandra Kollontai mit der Frage, wie die Kritik an der Unterdrückung der Frau mit einer allgemeinen Kritik der kapitalistischen Produktionsverhältnisse verbunden werden könnte. Diese Frage erhielt mit der Lohn-für-Hausarbeit-Kampagne in den 1960er Jahren neuen Aufwind. Die Erkenntnis, dass die Geschlechterdifferenz mit der Trennung von Produktions- und Reproduktionssphäre verbunden ist, führte dazu, dass sich die Aufmerksamkeit auf die Reproduktionssphäre richtete. Damit wurde sowohl die produktionszentrierte Analyse als auch der produktionszentrierte Arbeitsbegriff feministisch in Frage gestellt und auf die ‚relative Autonomie‘, Eigenständigkeit und Eigenheit der Reproduktion, und in diesem Zusammenhang der Geschlechterverhältnisse, verwiesen. Zugleich wurde jedoch von verschiedensten Feminist_innen konstatiert, dass es auch innerhalb der marxistischfeministischen Auseinandersetzung zu einem ‚ökonomistischen Funktionalismus’ kommen kann. Read the rest of this entry »

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Call for Papers 173

Posted by Die Redaktion on 3rd März 2013

PROKLA 173
„Familie und Staat“
(Heft 4, Dezember 2013)

Kulturelle Veränderungen und sozioökonomische Prozesse haben in den letzten Jahrzehnten in der bundesrepublikanischen Gesellschaft neben der traditionell-heterosexuellen Form von Familie (Mann, Frau, Kind/-er) mannigfaltige Formen des Zusammenlebens entstehen lassen, während staatliche Interventionen strukturell auf die herkömmliche „Kernfamilie“ abzielten. Read the rest of this entry »

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