PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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Archive for the 'Redaktion' Category

Editorial PROKLA 180

Posted by Die Redaktion on 24th September 2015

Download summaries (engl.) & AutorInnen

Titel 2015-03Editorial: Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte (September 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte (September 2015)
Fabian Georgi und John Kannankulam: Kräfteverhältnisse in der Eurokrise. Konfliktdynamiken im bundesdeutschen ‚Block an der Macht’
Daniel Keil: Die Erweiterung des Resonanzraums. Pegida, die Aktualisierung des Völkischen und die Neuordnung des Konservatismus
Felix Syrovatka: Der Aufstieg der Madame Le Pen. Die Strategie der Front National im Europawahlkampf 2014
Joachim Becker: Oligarchie – eine Form bürgerlicher Herrschaft. Das Beispiel osteuropäischer semi-peripherer Kapitalismus
Außerhalb des Schwerpunkts
Thomas Goes: Linkspopulismus und Prekarisierung
Christian Lotz: An der Oberfläche der Tauschgesellschaft Kritik der Kritischen Theorie
Alex Demirović: „Anders denken, anders sprechen“. Ein Besprechungsessay zu „Das Kapital lesen“
Einspruch
Michael Heinrich: Gute deutsche Politik

„Noch vor einem Jahrzehnt glaubten viele, sie sei am Schluss ihrer Weisheit und Wirksamkeit angelangt …: die Theorie des Neo-Liberalismus“ – so Elmar Altvater 1981 in der PROKLA 44. Die ökonomischen und politischen Folgen der Krise 1929“. brachten das Laisser-faire in die Defensive. Mit den Klassenkämpfen und sozialen Auseinandersetzungen in den 1960er und 1970er Jahren galt der Keynesianismus in den industriellen Zentren als die anerkannte wirtschaftspolitische Doktrin sowie die adäquate Form, den Widerspruch von Kapital und Lohnarbeit zu bearbeiten. „Lieber fünf Prozent Inflation als fünf Prozent Arbeitslosigkeit“ – noch 1972 schien der Ausspruch des späteren Bundeskanzlers Helmut Schmidt Common Sense, wurde Geldwertstabilität für weit weniger wichtig gehalten als das Beschäftigungsniveau. Es kam bekanntlich anders – auch dank Helmut Schmidt, der die ersten Austeritätsmaßnahmen einleitete, Jahre vor Helmut Kohl. Mit Ronald Reagan in den USA, Margaret Thatcher in Großbritannien und Helmut Kohl in Deutschland wurde der sozialstaatlich verfasste Nachkriegskapitalismus jedoch endgültig angezählt. Rot-Grün unter Gerhard Schröder markierte mit der Agenda 2010 den vorläufigen Höhepunkt neoliberaler Politik in Deutschland. Die Linke hatte es über Jahre schwer, mit der Offensive von Kapitalinteressen und neuer Bürgerlichkeit einen politischen Umgang zu finden.

Angesichts der tief greifenden Krise des Kapitalismus, die ihren Ausgangspunkt zwar 2006 auf dem US-Immobilienmarkt hatte, sich aber 2007 über die globalen Finanzmärkte weltweit ausbreitete, zeigten sich viele Linke guten Mutes: Die Hegemonie des Neoliberalismus habe Risse bekommen, in die das „Neue“ eindringen könnte, das überall und dank des globalen Widerstands gegen die sozialen und politischen Zumutungen bereits aufblitze (vgl. PROKLA 177). In Europa repräsentierte für viele Syriza die Hoffnung politischer Alternativen, nachdem die Krise schließlich in die sogenannte Eurokrise (2009ff.) mündete, auf die die Euro-Länder unter deutscher Führung mit Austerität antworteten, während Angela Merkel die „marktkonforme Demokratie“ ausrief. Die Linkspartei in Griechenland, aber auch Podemos in Spanien machten vielen Hoffnung, dass die neoliberale Alternativlosigkeit in eine Sackgasse geraten war. Seit Juli 2015 wissen wir, dass es anders kam. Selbst wenn die Geschichte noch nicht zu Ende ist.

In einigen der letzten PROKLA-Ausgaben sind wir vor allem auf die ökonomische Dimension der Krise (PROKLA 157), die Krise der Wirtschaftswissenschaften (PROKLA 164), die EU und den Euro (PROKLA 168) und den „Krisengewinner Deutschland“ (PROKLA 166) eingegangen. Dass Deutschland Krisengewinner ist, ist eine Voraussetzung dafür, dass eine breite Zustimmung für die Austeritäts- und Dominanzpolitik der Bundesregierung organisiert werden kann. Auch viele Texte außerhalb der jeweiligen Schwerpunkte hatten Griechenland zum Thema. In der vorliegenden PROKLA geht es vor allem darum, wie sich die Krise politisch in der Reorganisation der bürgerlichen Kräfte ausdrückt und fortschreibt. Weiterlesen im Editorial.

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Call for Papers 183: Ökonomie der Flucht und der Migration

Posted by Die Redaktion on 27th August 2015

Call for Papers PROKLA 183
Ökonomie der Flucht und der Migration
(Heft 2, Juni 2016)

Die EU reagiert auf die zunehmende Zahl von Flüchtlingen aus Somalia, Sudan, Syrien und Afghanistan sowie aus anderen Ländern immer mehr mit militärischen Mitteln, so auch mit dem Beschluss vom Mai 2015 zur Bekämpfung des „Schlepperunwesens“ im Mittelmeer. Von verschiedenen Seiten werden die zunehmende Abschottungspolitik der EU und der stetige Ausbau sowie die Militarisierung von Frontex seit Langem und zu Recht kritisiert. Gleichzeitig nehmen rassistische Übergriffe auf Flüchtlinge, insbesondere Brandanschläge auf Unterkünfte, dramatisch zu. Politisch und medial diskutiert werden vor allem Probleme der ungleichen Belastung der einzelnen EU-Länder, das Dublin-System der Zuständigkeit der jeweiligen Einreisestaaten und unmenschliche Zustände der Unterbringung und Behandlung von Flüchtlingen. Dabei unterscheiden Politiker/inn/en und Mainstream-Medien als Fluchtgründe Kriege und schlechte wirtschaftliche Verhältnisse: erstere gelten mehrheitlich als grundsätzlich legitim, letztere hingegen nicht. So hat sich ein Diskurs etabliert, der „asylwürdige“ Flüchtlinge ihren (wenn auch heillos überforderten) Rettern (die kollektive Identität des weißen, moralisch überlegenen Europa) gegenüberstellt, während die „Wirtschaftsflüchtlinge“ das Grundrecht auf Asyl „missbrauchen“. In beiden Fällen wird gleichermaßen unterstellt, Europa habe mit den Fluchtursachen nichts zu tun. Dieser Leerstelle möchte sich das geplante PROKLA-Heft zuwenden, wobei der Fokus auf den ökonomischen Dimensionen von Flucht und Migration sowie insbesondere auf den Beziehungen der EU mit den afrikanischen Ländern liegen soll. Konkret wollen wir drei Phasen dieser Prozesse untersuchen: ihre Ursachen, die Organisation der Flucht bzw. Migration selbst und die Einbindung (oder Ausgrenzung) auf den Arbeitsmärkten in den EU-Ländern, die häufig nur illegale und/oder informelle Beschäftigungsformen zulassen.

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Editorial PROKLA 179

Posted by Die Redaktion on 19th Juni 2015

Download summaries (engl.) & AutorInnen

Titel 2015-01Editorial: Illusion und Macht des Geldes (Juni 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Illusion und Macht des Geldes (Juni 2015)
Ingo Stützle: Der Gott der Waren. Die ökonomische Theorie und ihr Geld
Heiner Ganßmann: Geld als Fiktion? Warum Geld kein Kredit ist und das Publikum so schwer von seiner Stabilität zu überzeugen ist
Beat Weber: Geldreform als Weg aus der Krise? Ein kritischer Überblick auf Bitcoin, Regionalgeld, Vollgeld und die Modern Money Theory
Hansjörg Herr: Geld, Währungskonkurrenz und die Instabilität des marktfundamentalen Globalisierungsprojektes
Christoph Scherrer: Auspolierte Kratzer. Das US-Finanzkapital: Durch mehr Regulierung weiter hegemonial?
Maria Kader und Uli Schwarzer: Akkumulation reloaded Wie Notenbanken und Staaten die Profte retten
Michael Wendl: Neoklassischer Marxismus? Wie ideologisch ist die linke Kritik an der Geldpolitik?
Außerhalb des Schwerpunkts
Fatma Umul: Nach dem Juni-Aufstand. Die diskursiven Veränderungen der Frauenpolitik in der Türkei im Kontext der sozialen Widerstandsformen um den Gezi-Park
Martin Konecny: Syriza unter Druck. Zu den strategischen Perspektiven des linken Regierungsprojekts in Griechenland

In Krisensituationen wird der gesellschaftliche Umgang mit Geld verstärkt zum Problem. So auch in der großen Krise, die sich seit 2007 ausgehend von den USA entwickelt hat und heute vor allem als Griechenland- und Eurokrise die öffentliche Diskussion bestimmt. Als die ersten Krisensymptome sich 2007 bemerkbar machten, stand die Geldpolitik im Zentrum der Bemühungen, die Krise einzudämmen. Der US-amerikanische Federal Reserve Board, die Europäische Zentralbank (EZB) und andere wichtige Zentralbanken schlossen Swap-Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung ab, senkten die Zinsen praktisch auf null und pumpten in koordinierten Aktionen verstärkt Geld in das Bankensystem, um dem Zusammenbruch des Geldmarktes und des gesamten Finanzsystems in der westlichen Welt entgegenzuwirken. In den folgenden Jahren kam es zu einer sukzessiven Lockerung der Geldpolitik, die sich in einem drastischen Anstieg der Bilanzsumme der führenden Zentralbanken ausdrückte. Banken wurde nahezu unbegrenzt Geld zur Verfügung gestellt. Die Krise konnte durch die Geldpolitik alleine jedoch nicht überwunden werden. Bis heute ist die globale Konjunktur so labil, dass die führenden Zentralbanken vor einer Anhebung der Zinsen zurückschrecken, die aus der gegenwärtigen Stagnation eine erneute Rezession und Deflation machen könnte. Weiterlesen im Editorial.

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Call for Papers 182: Religion, Politik und Ökonomie

Posted by Die Redaktion on 11th Mai 2015

Call for Papers PROKLA 182
Religion, Politik und Ökonomie
(Heft 1, März 2016)

Vor mehr als zwei Jahrzehnten prägte Samuel Huntington – zunächst als Frage, dann als Behauptung – die Formel vom Clash of Civilizations. Auf diese Art seien dem Westen, nachdem ihm der Kommunismus der realsozialistischen Länder als Gegner abhandenkam, neue Herausforderungen erwachsen. Heutzutage wird nur noch selten auf Huntingtons Begrifflichkeit Bezug genommen, bleibt doch seine Vorstellung von Kultur recht vage und scheint die These von homogenen „Kulturräumen“ mehr als fraglich. Zur Erklärung aktueller Konflikte und Kriege wird allerdings vermehrt auf eine bestimmte Kulturform, nämlich die Religion zurückgegriffen. Wenn der Ägypter Hamed Abdel Samad in Der islamische Faschismus (2014) wortreich vertritt, Islam und Faschismus seien von Grund auf wesensverwandt, stößt diese These in vielen Medien und in einer breiten Öffentlichkeit auf große Resonanz, da sie unter anderem eine einfache Erklärung für das Vordringen und die terroristischen Praktiken von ISIS im Nordirak anzubieten scheint. Dabei wird darüber hinweggegangen, dass etwa der Begriff „Jihad“ innerhalb der islamischen Welt unterschiedliche und widersprüchliche Interpretationen erfährt, und die Bandbreite von der angeblich legitimen Gewalt gegen Ungläubige bis zum individuellen inneren Kampf um den richtigen Glauben reicht. Zudem werden politisch-ökonomische Hintergründe für kriegerische Auseinandersetzungen oftmals ausgeblendet und diese als reines Kulturphänomen gesehen. Eine Untersuchung neuerer politischer Allianzen und Konflikte sollte jedoch beide Ebenen ins Auge fassen, wobei der Blick nicht auf den Islam und auf den Nahen Osten zu beschränken ist. So kann allgemein gefragt werden, inwieweit nicht-staatliche Gruppierungen (wie ISIS) in neuerer Zeit oder Nationalstaaten (wie Saudi-Arabien) bereits seit Längerem Religion zur Legitimation und auch zur Durchsetzung ihrer machtpolitischen und ökonomischen Interessen heranziehen. Das betrifft in ähnlicher Weise andere fundamentalistische Orientierungen, seien diese nun christlich, muslimisch oder hinduistisch. Religiös-politische Bewegungen können sich gegen das Vordringen „westlicher“ neoliberaler Regime richten und eine Rückkehr zu vorgeblich traditionellen Werten versprechen. Ebenso gut können neoliberale Konzepte der Wirtschaftsordnung jedoch Hand und Hand mit einer verstärkten Hinwendung zur Religion einhergehen, wie es die AKP in der Türkei, PAN in Mexiko, die Rechte in Guatemala und nicht zuletzt die Tea Party in den USA zeigen.

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Editorial PROKLA 178

Posted by Die Redaktion on 16th März 2015

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Titel 2015-01Editorial: Biokapitalismus (März 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Biokapitalismus (März 2015)
Kean Birch und David Tyfield: Biowert, Biokapital – oder was sonst? Theoretische Überlegungen zur Bioökonomie
Susanne Lettow: Biokapitalismus und Inwertsetzung der Körper. Perspektiven der Kritik
Rüdiger Kunow: Zur Ökonomisierung des menschlichen Körpers im Zeichen von Globalisierung und Neoliberalismus
Eun-Jeung Lee: „Schönheit ist Macht“. Das Beispiel Lookism in Südkorea
Frederike Offizier: Die richtige Wahl. Biotechnologie, Selbstüberwachung & Identität
Veronika Siegl: Märkte der guten Hoffnung. Leihmutterschaft, Arbeit und körperliche Kommodifizierung in Russland
Außerhalb des Schwerpunkts
Serhat Karakayalı: Die Camera Obscura der Identität. Zur Reichweite des Critical-Whiteness-Ansatzes
Einsprüche
Klaus Müller: Warum die Ukraine gescheitert ist Oligarchische Konsolidierung und geopolitisches Hasardspiel
Alp Kayserilioğlu: Das Massaker von Paris

Die Diskussion über gesellschaftliche Naturverhältnisse hat vielfach das gesellschaftliche Verhältnis zur äußeren Natur thematisiert. Dabei geht es um die herrschaftliche Aneignung der Natur. Die Befürchtung, die bereits von Marx geäußert wurde, dass nämlich der Kapitalismus die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen und ihrer Gesellschaft untergräbt und zerstört, hat nichts von ihrer Bedeutung und Aktualität verloren. Wenn neuerdings nach einem Ausdruck von Paul Crutzen vom Anthropozän die Rede ist, dann ist damit das erdgeschichtliche Moment gemeint, in dem die Menschen eine alles Leben beeinflussende geologische Kraft geworden sind. Doch ist das keine Feststellung eines bloß positiven Sachverhalts. Vielmehr hat sich die schon von Marx beobachtete Tendenz, dass es keine von Menschen unberührte Natur mehr gibt, radikal fortgesetzt. Sie haben unter kapitalistischen Bedingungen in derart beschleunigter Weise die Erdkruste aufgewühlt und in die natürlichen Kreisläufe eingegriffen, dass es in vielerlei Hinsicht zu dramatischen Rückwirkungen auf das gesellschaftliche Leben kommt. Weiterlesen im Editorial.

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Call for Papers 181: Geopolitische Konflikte nach der „neuen Weltordnung“

Posted by Die Redaktion on 20th Februar 2015

Call for Papers PROKLA 181
Geopolitische Konflikte nach der „neuen Weltordnung“
(Heft 4, Dezember 2015)

Nur ein knappes Vierteljahrhundert nach ihrer Ausrufung durch George H.W. Bush befindet sich die „neue Weltordnung“ in Auflösung. Der Konflikt in der Ukraine, die (Bürger-)Kriege im Nahen Osten und der Aufstieg des IS, die Weltwirtschaftskrise und die durch sie beschleunigten Verschiebungen zugunsten der BRICS-Staaten, die Krise in der EU, die Konflikte um natürliche Ressourcen und die ökologischen Krisenphänomene wie der Klimawandel haben die Vorstellung einer friedlichen globalen Entwicklung unter kapitalistischen Vorzeichen und unter US-amerikanischer Führung gründlich desavouiert. Die Klassenkämpfe, die sich im Zuge der Weltwirtschaftskrise verschärft haben, überlagern sich mit Territorialkonflikten, wie etwa in Ostasien, in der Ukraine oder im arabischen Raum besonders deutlich wird. Gleichzeitig werden Projekte wie das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) und das internationale Dienstleistungsabkommen TISA vorangetrieben. Es verstärken sich mithin sowohl Tendenzen der ökonomischen und politischen Vereinheitlichung des kapitalistischen Weltsystems als auch Tendenzen seiner zunehmenden Fragmentierung.

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Editorial PROKLA 177

Posted by Die Redaktion on 23rd Dezember 2014

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Titel 2014-04Editorial: Globale Proteste zwischen Organisation und Bewegung (Dezember 2014)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Globale Proteste zwischen Organisation und Bewegung (Dezember 2014)
Henrik Lebuhn: Krise und Protest in den Städten. Occupy machte sich 2011 auf den Weg um die halbe Welt
Dario Azzellini: Ein Epochenbruch. Die neuen globalen Proteste zwischen Organisation und Bewegung
Torsten Bewernitz: Globale Krise – globale Streikwelle? Zwischen den ökonomischen und demokratisch-politischen Protesten herrscht keine zufällige Gleichzeitigkeit
Nikolai Huke und Olaf Tietje: Gewerkschaftliche Erneuerung in der Eurokrise. Neue Organisationsformen der spanischen Gewerkschaften während des Protestzyklus ab 2011
Felix Jaitner: Krise und Protest auf dem Balkan. Von sozialer Emanzipation bis National-Chauvinismus am Beispiel von Kroatien und Bosnien-Herzegowina
Sebastian Schipper: Ein kurzer Sommer des gesellschaftlichen Wandels? Die J14-Sozialproteste in Israel von 2011
Andrea Plöger: Die Proteste der Refugees. Eine Bewegung von den Rändern ins Zentrum Europas
Immanuel Wallerstein: Vergangenheit und Zukunft der Globalen Linken

Die seit 2011 weltweit entflammten Massenproteste überraschten WissenschaftlerInnen wie AktivistInnen gleichermaßen. Trotz der umfassenden sozialen Proteste gegen die Globalisierung in den 2000er Jahren und den Erfolgen dieser Bewegungen insbesondere in Lateinamerika, die Linke an die Regierung zu bringen und Demokratisierungsprozesse auszulösen, hätte vermutlich kaum jemand eine neue Welle sozialer und politischer Bewegungen derartigen Ausmaßes erwartet. Drei Jahre später besteht zwar Einigkeit darüber, dass wir es derzeit mit einer historisch besonderen Verdichtung von politischen und sozialen Widerständen und Unruhen zu tun haben. Unklar bleibt jedoch weiterhin, inwieweit es sich tatsächlich um eine globale Protestwelle im Sinne eines transnationalen Bewegungszyklus handelt und wie eng der Zusammenhang zwischen unterschiedlichen pro-demokratischen und kapitalismuskritischen Bewegungen in verschiedenen Ländern und Regionen wirklich ist. Auch die Frage nach den staatlichen Reaktionen und nach reaktionären Tendenzen in diesen Bewegungen ebenso wie nach Gegenbewegungen drängt sich auf. Denn die Proteste gaben gleichzeitig zweideutigen populistischen, rechten oder religiös-fundamentalistischen Kräften Auftrieb. Schließlich gilt es, nach dem Entstehen neuer Verhältnisse zwischen sozialen Bewegungen, linken Organisationen und Parteien sowie der Linken an der Regierung zu fragen. Weiterlesen im Editorial.

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Call for Papers 180: Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte

Posted by Die Redaktion on 22nd Dezember 2014

Call for Papers PROKLA 180
Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte
(Heft 3, September 2015)

Die ökonomische Krise ab 2008 hatte nicht nur ökonomische, sondern auch politische und ideologische Folgen. Die Krise zerrüttete die Profitaussichten und veränderte die Reproduktionsbedingungen des Kapitals insgesamt. Diese Veränderungen trafen nicht alle Kapitale gleichermaßen. Entsprechend vielfältig sind die Reaktionen – etwa der Unternehmensverbände. Während Finanzvermögen gerettet wurden und die Troika-Politik in der Eurozone auf eine Tragfähigkeit der Staatsschulden und eine Schwächung der ArbeiterInnenklasse abzielt, unterminiert dieser Austeritätskurs die Binnenwirtschaft der betroffenen Länder und stellt auch für das auf den Binnenmarkt ausgerichtete Kapital ein Problem dar.
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Call for Papers 179: Illusion und Macht des Geldes

Posted by Die Redaktion on 30th September 2014

Call for Papers PROKLA 179
Illusion und Macht des Geldes
(Heft 2, Juni 2015)

Die Krise 2008 löste bis weit in das bürgerliche Lager Zweifel an der Funktionsfähigkeit des Kapitalismus aus. Der neoliberale Mainstream hatte die Krise weder vorhergesehen noch konnte er sie erklären, sodass die bis dahin weitgehend marginalisierte kritische Ökonomietheorie neuen Auftrieb erhielt. Grundlegende Fragen wurden nun wieder gestellt – so auch die nach der Bedeutung des Geldes, seiner Formen und Funktionen oder nach den Möglichkeiten und Grenzen der Geldpolitik. Schließlich wurde die Macht und Ohnmacht der Zentralbankpolitik gleichermaßen offensichtlich: EZB-Präsident Mario Draghi konnte mit nur wenigen Worten im Sommer 2012 den Höhenflug der Zinsen auf Staatsanleihen der Länder an der Euro-Peripherie beenden; gleichzeitig zeitigt selbst extreme Niedrigzinspolitik über längere Zeit kein Wirtschaftswachstum. Die Zentralbanken wurden quasi Bad Banks, die den Markt von „faulen“ Krediten und „toxischen“ Wertpapieren befreien sollte, um wieder „Vertrauen“ herzustellen; gleichzeitig sind die Zentralbanken wichtige Akteure bei der Re-Regulierung der Geld- und Kapitalmärkte.
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Editorial PROKLA 176

Posted by Die Redaktion on 30th September 2014

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Titel 2014-03Editorial: Politische Ökonomie des Mülls (September 2014)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Politische Ökonomie des Mülls
Regina Hemetsberger: Abfallsammlung in Buenos Aires: städtische Informalität und Formalisierungspolitik
Nicolas Schlitz: Die Krise privatisierter ‘Entsorgbarkeit’ und die Neuverhandlung gesellschaftlicher Müllverhältnisse in Bangalore
Lars Bomhauer-Beins und Anke Strüver: Globaler Schrott: Raumproduktionen, Destruktionsketten und die sozioökonomischen Strukturen der pakistanischen Schiffsabwrack-Industrie
Achim Brunnengräber und Lutz Mez: Strahlende Hinterlassenschaften aus Produktion und Konsumtion. Zur Politischen Ökonomie des Atommülls
Fortsetzung des Schwerpunkts Klassentheorien
(PROKLA 175)
Christian Lotz: Klasse und Gewalt. Anmerkungen zum Verschwinden des Klassenbegriffs in Kritischer Theorie und Post-Marxismus
Jannis Milios und Georg Economakis: Mittelklassen, Klassenstellung und politische Klassenpositionen
Andreas Kemper: Klassismus: Theorie-Missverständnisse als Folge fehlender anti-klassistischer Selbstorganisation? Replik zu Christian Baron: Klasse und Klassismus, PROKLA 175
Außerhalb des Schwerpunkts
Martin Kronauer: Autonomie in der Krise
Josef Falkinger: Die realökonomischen Ursachen der Rezession

Der weltweit immer weiter wachsende Müll gilt als eine der großen sozialen und ökologischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. In den Ozeanen treiben 100 Millionen Tonnen Plastikmüll herum, und lange Zeit waren die Weltmeere auch beliebte Lagerungsorte für Munitionsabfälle. In Großstädten wie Berlin gibt es täglich 3.800 Tonnen Abfall, und in Megacities des Südens wie etwa Shanghai, Rio de Janeiro oder Mexico City werden solche Zahlen noch weit übertroffen. Für große Mengen von Haushalts- wie von Gewerbeabfällen findet sich allerdings kein Platz in den Ländern, in denen sie entstanden sind, ebensowenig wie es bislang für Müll aus Atomkraftwerken zuverlässige Lösungen zum Endverbleib gibt. Aber auch die politische Ökonomie hat noch keinen rechten Platz für den Müll gefunden. Ihre Themen kreisen um Produktionskräfte und Produktionsverhältnisse, um Verteilung und Reproduktion, um Kreisläufe und Krisen sowie um die Dynamik der kapitalistischen Produktionsweise. Marx erwähnte die „Exkremente der Produktion“ im dritten Band des Kapitals gleichfalls eher beiläufig, indem er sie – der industriellen Praxis seiner Zeit entsprechend – als Rohstoffe für andere Zweige anführte (etwa Eisenspäne, die bei der Maschinenproduktion anfallen und wieder in die Eisenproduktion eingehen), während er die „Exkremente der Konsumtion“ als Dünger in der Landwirtschaft verwertet sah. Weiterlesen im Editorial

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