»Die Ökonomie der Praxisformen«

Anmerkungen zu zentralen Kategorien P. Bourdieus

  • Lutz Raphael
Schlagworte: Ökonomie, Praxisformen, Bourdieu, Strategie, Habitus, Klassentheorie

Abstract

Die soziologischen Arbeiten P. Bourdieus finden in der Bundesrepublik ein immer größeres Echo. Fast ließe sich von einer (un)heimlichen Mode sprechen. Doch bei genauerem Hinsehen bleibt die Rezeption P. Bourdieus paradox: Zwar finden wichtige Publikationen - voran »Die Feinen Unterschiede« (Bourdieu 1982) - zahlreiche Leser, auch über den engen Kreis der Fachsoziologen zumal der Kultursoziologen hinaus, doch die sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit seinem Werk steckt nach wie vor in den Anfängen und ist gekennzeichnet durch große sprachliche, kulturelle und theoretische Barrieren. Angesichts dieser Situation unternimmt der vorliegende Aufsatz den Versuch, einige zentrale Konzepte der soziologischen Analysen P. Bourdieus vorzustellen. Er konzentriert sich dabei auf zentrale Kategorien wie seinen Begriff des »Feldes«, des »Kapitals« und der »Klasse«, die für die Politische Soziologie von besonderem Interesse sind. Miteinbezogen werden jene Grundkonzepte wie der Begriff des »Habitus« und der »Praxis«, die Bourdieus Positionen zu grundlegenden Problemen der soziologischen Theoriebildung markieren und die in den westdeutschen Sozialwissenschaften entsprechend kontrovers aufgenommen worden sind.

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Veröffentlicht
1987-09-01
Zitationsvorschlag
Raphael, L. (1987). »Die Ökonomie der Praxisformen«. PROKLA. Zeitschrift für Kritische Sozialwissenschaft, 17(68), 152-171. https://doi.org/10.32387/prokla.v17i68.1335
Rubrik
Artikel des Heftschwerpunkts