Wissenschaftlicher Beirat

Die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats der PROKLA beraten die Redaktion. Sie geben wichtige Impulse für die inhaltliche Gestaltung der Zeitschrift, geben Empfehlungen für Beiträge und Schwerpunktthemen und wirken zudem in unserem Begutachtungsverfahren zur wissenschaftlichen Qualitätssicherung mit. Der Beirat setzt sich aus Mitgliedern der Sozial- und Gesellschaftswissenschaften zusammen, um die die ganze Bandbreite kritischer gesellschaftswissenschaftlicher Forschung abzubilden.

Dem Beirat gehören derzeit an:

Alex Demirović , *1952, Sozialwissenschaftler, Apl. Prof. an der Goethe Universität Frankfurt am Main, Senior Fellow der Rosa Luxemburg Stiftung, Lehr- und Forschungstätigkeit an verschiedenen Hochschulen. Seit der Studienzeit Anfang der 1970er Jahre der Prokla verbunden; von 2003 bis 2018 Mitglied der Redaktion. Arbeitsschwerpunkte sind Demokratie- und Staatstheorie, kritische Gesellschaftstheorie.

Michael Heinrich, *1957, Politikwissenschaftler, der sich vor allem mit Marx' Kritik der politischen Ökonomie und der Entwicklung des Kapitalismus beschäftigt. Mitglied der PROKLA-Redaktion von 1987-2016, von 1994-2014 geschäftsführender Redakteur. Als unabhängige, linke Zeitschrift, die theoretisch fundierte Artikel zur Entwicklung von Ökonomie und Politik im Kapitalismus liefert, halte ich die PROKLA für wichtiger denn je - dass eine solche Zeitschrift überleben kann, ist jedoch keine Selbstverständlichkeit.

Ulf Kadritzke, *1943, ist Sozialwissenschaftler und Professor i.R. an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Studien zur Geschichte und Gegenwart der Arbeit, zum Verhältnis von Arbeitern und Angestellten, zur Ideologie und Praxis des Managements und zur Klassenstruktur kapitalistischer Gesellschaften. Als Mitglied im Redaktionsbeirat der PROKLA tritt er für eine Publikationspolitik ein, die in der Bearbeitung ihrer Themen die Verbindung von Theorie und Praxis wahrt und deshalb auch in die je aktuellen Diskussionen über die Politik der Linken eingreift.

Martin Kronauer, *1949. Soziologe,  arbeitete am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und anschließend als Professor für Gesellschaftswissenschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die neue soziale Frage sowie Stadt und soziale Ungleichheit. Er war Mitglied der PROKLA-Redaktion und wechselte von dort in den Beirat. Die PROKLA ist für ihn gerade heute wichtig, um die Kritik an Verhältnissen voranzutreiben, die erneut eine völkische Rechte hervorbringen.

Margit Mayer ist PROKLA-Leserin und Abonnentin seit der ersten Nummer (1971) – die hier verhandelten politökonomischen und (regulations)theoretischen Analysen prägten nachhaltig ihre eigene Perspektive. Die ihr bis heute wichtigen politischen Themen und Forschungsinteressen finden sich auch in der PROKLA veröffentlicht: von Städtischen Bewegungen (Gegenmacht und Inkorporierung, 1987) und Riots (Aufstand in Los Angeles, 1992) über Armutspolitik (2008) und das "neue Elend der US-Städte" (2011) bis zu "Global City Berlin?" (1997), vom Amerika-Verständnis der deutschen Linken (1989) und der "deutschen Linken im Spiegel der USA" (1993) bis zu den "USA nach dem 11. September: The War at Home" (2001). Von 1991 bis 2000 war sie Redaktionsmitglied.

Stephan Lessenich, *1965, ist Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt "Soziale Entwicklungen und Strukturen" an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Vor seinem Wechsel in den Redaktionsbeirat war er auch Mitglied der PROKLA-Redaktion. Seine Interessensschwerpunkte sind die kritische Gesellschaftstheorie und Kapitalismusanalyse, die politische Soziologie sozialer Ungleichheit sowie die Möglichkeiten gesellschaftlicher und insbesondere sozialökologischer Transformation. Auf die PROKLA ist er während seines Studiums Mitte der 80er Jahre gestoßen - und hält sie seither für ein unverzichtbares Medium linker sozialwisssenschaftlicher Selbstverständigung

Klaus Müller

Urs Müller-Plantenberg, *1937, Staatsexamen in Mathematik, Doktorat in Geschichte und  Habilitation in Soziologie, arbeitete von 1971 bis 2002 als Wissenschaftlicher Angestellter am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin und von 2004 bis 2007 als Professor an der Warschauer Universität zur Entwicklungstheorie und zur Politischen Soziologie Lateinamerikas. 1973 hat er die Chile-Nachrichten gegründet (heute Lateinamerika-Nachrichten). Er war der PROKLA von Anfang an verbunden und Autor zahlreicher Artikel.

Thomas Sablowski, *1964, ist Referent für Politische Ökonomie der Globalisierung am Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er studierte in Frankfurt/M. Politikwissenschaft und Soziologie und war an verschiedenen Universitäten und Forschungsinstituten im In- und Ausland tätig. Er war von 2001 bis 2018 Redakteur der PROKLA und ist vor allem an der Weiterentwicklung marxistisch orientierter Theorie und Praxis interessiert.

Christoph Scherrer, Professor für Internationale Politische Ökonomie an der Universität Kassel. Forschungsschwerpunkte sind Governance des Weltmarkts mit Fokus auf Handel, US-Amerikanische Außenwirtschaftspolitik und post-positivistische Zugänge zur IPÖ. Die PROKLA steht für theoretisch begründete Herrschaftskritik

Rudi Schmidt

Wolfgang Schoeller, *1943, arbeitete als wiss. Assistent am Otto Suhr Institut  zum Welthandel sowie zur klassischen Politischen Ökonomie. Er war Mitbegründer und Autor der PROKLA. Nach vielen Jahren seiner Lehrtätigkeit in Portugal, Tansania und Mosambik vertrat er an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik klassische Ökonomie, Außenhandelstheorie  und nachholende Industrialisierung. Die parteipolitische Unabhängigkeit der PROKLA hält er für unabdingbar, um die Tradition gründlicher Analysen dieser Zeitschrift  zu erhalten.

Günter Thien

Gudrun Trautwein-Kalms beteiligte sich während und nach dem Politologie-Studium am OSI der FU-Berlin besonders an den frühen PROKLA-Diskussionen um Klassenverhältnisse, Lohnarbeit und Gewerkschaften; neben ihren diversen betrieblichen Arbeitserfahrungen im Metall- und Stahlbereich bezeichnet sie diese als Initialzündung für ihre Berufsorientierung. Ab 1975 arbeitete sie als Sozialwissenschaftlerin im Bereich Gesellschaftspolitik des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in Düsseldorf (Schwerpunkte u.a.: Wandel von Arbeit, Arbeitsbedingungen, neue Beschäftigtengruppen und Gewerkschaften). In den letzten Berufsjahren leitete sie die wissenschaftlichen Zeitschrift WSI-Mitteilungen.