PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

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  • Das Archiv enthält alle Jahrgänge seit 1971 und die Sonderhefte im Volltext. Die Volltexte der je aktuellen drei Jahrgänge sind nicht online, können aber beim Verlag oder im (linken) Buchhandel bestellt werden.

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Call for Papers 183: Ökonomie der Flucht und der Migration

Die Redaktion am 27. August 2015

Call for Papers PROKLA 183
Ökonomie der Flucht und der Migration
(Heft 2, Juni 2016)

Die EU reagiert auf die zunehmende Zahl von Flüchtlingen aus Somalia, Sudan, Syrien und Afghanistan sowie aus anderen Ländern immer mehr mit militärischen Mitteln, so auch mit dem Beschluss vom Mai 2015 zur Bekämpfung des „Schlepperunwesens“ im Mittelmeer. Von verschiedenen Seiten werden die zunehmende Abschottungspolitik der EU und der stetige Ausbau sowie die Militarisierung von Frontex seit Langem und zu Recht kritisiert. Gleichzeitig nehmen rassistische Übergriffe auf Flüchtlinge, insbesondere Brandanschläge auf Unterkünfte, dramatisch zu. Politisch und medial diskutiert werden vor allem Probleme der ungleichen Belastung der einzelnen EU-Länder, das Dublin-System der Zuständigkeit der jeweiligen Einreisestaaten und unmenschliche Zustände der Unterbringung und Behandlung von Flüchtlingen. Dabei unterscheiden Politiker/inn/en und Mainstream-Medien als Fluchtgründe Kriege und schlechte wirtschaftliche Verhältnisse: erstere gelten mehrheitlich als grundsätzlich legitim, letztere hingegen nicht. So hat sich ein Diskurs etabliert, der „asylwürdige“ Flüchtlinge ihren (wenn auch heillos überforderten) Rettern (die kollektive Identität des weißen, moralisch überlegenen Europa) gegenüberstellt, während die „Wirtschaftsflüchtlinge“ das Grundrecht auf Asyl „missbrauchen“. In beiden Fällen wird gleichermaßen unterstellt, Europa habe mit den Fluchtursachen nichts zu tun. Dieser Leerstelle möchte sich das geplante PROKLA-Heft zuwenden, wobei der Fokus auf den ökonomischen Dimensionen von Flucht und Migration sowie insbesondere auf den Beziehungen der EU mit den afrikanischen Ländern liegen soll. Konkret wollen wir drei Phasen dieser Prozesse untersuchen: ihre Ursachen, die Organisation der Flucht bzw. Migration selbst und die Einbindung (oder Ausgrenzung) auf den Arbeitsmärkten in den EU-Ländern, die häufig nur illegale und/oder informelle Beschäftigungsformen zulassen.

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Editorial PROKLA 179

Die Redaktion am 19. Juni 2015

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Titel 2015-01Editorial: Illusion und Macht des Geldes (Juni 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Illusion und Macht des Geldes (Juni 2015)
Ingo Stützle: Der Gott der Waren. Die ökonomische Theorie und ihr Geld
Heiner Ganßmann: Geld als Fiktion? Warum Geld kein Kredit ist und das Publikum so schwer von seiner Stabilität zu überzeugen ist
Beat Weber: Geldreform als Weg aus der Krise? Ein kritischer Überblick auf Bitcoin, Regionalgeld, Vollgeld und die Modern Money Theory
Hansjörg Herr: Geld, Währungskonkurrenz und die Instabilität des marktfundamentalen Globalisierungsprojektes
Christoph Scherrer: Auspolierte Kratzer. Das US-Finanzkapital: Durch mehr Regulierung weiter hegemonial?
Maria Kader und Uli Schwarzer: Akkumulation reloaded Wie Notenbanken und Staaten die Profte retten
Michael Wendl: Neoklassischer Marxismus? Wie ideologisch ist die linke Kritik an der Geldpolitik?
Außerhalb des Schwerpunkts
Fatma Umul: Nach dem Juni-Aufstand. Die diskursiven Veränderungen der Frauenpolitik in der Türkei im Kontext der sozialen Widerstandsformen um den Gezi-Park
Martin Konecny: Syriza unter Druck. Zu den strategischen Perspektiven des linken Regierungsprojekts in Griechenland

In Krisensituationen wird der gesellschaftliche Umgang mit Geld verstärkt zum Problem. So auch in der großen Krise, die sich seit 2007 ausgehend von den USA entwickelt hat und heute vor allem als Griechenland- und Eurokrise die öffentliche Diskussion bestimmt. Als die ersten Krisensymptome sich 2007 bemerkbar machten, stand die Geldpolitik im Zentrum der Bemühungen, die Krise einzudämmen. Der US-amerikanische Federal Reserve Board, die Europäische Zentralbank (EZB) und andere wichtige Zentralbanken schlossen Swap-Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung ab, senkten die Zinsen praktisch auf null und pumpten in koordinierten Aktionen verstärkt Geld in das Bankensystem, um dem Zusammenbruch des Geldmarktes und des gesamten Finanzsystems in der westlichen Welt entgegenzuwirken. In den folgenden Jahren kam es zu einer sukzessiven Lockerung der Geldpolitik, die sich in einem drastischen Anstieg der Bilanzsumme der führenden Zentralbanken ausdrückte. Banken wurde nahezu unbegrenzt Geld zur Verfügung gestellt. Die Krise konnte durch die Geldpolitik alleine jedoch nicht überwunden werden. Bis heute ist die globale Konjunktur so labil, dass die führenden Zentralbanken vor einer Anhebung der Zinsen zurückschrecken, die aus der gegenwärtigen Stagnation eine erneute Rezession und Deflation machen könnte. Weiterlesen im Editorial.

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Call for Papers 182: Religion, Politik und Ökonomie

Die Redaktion am 11. Mai 2015

Call for Papers PROKLA 182
Religion, Politik und Ökonomie
(Heft 1, März 2016)

Vor mehr als zwei Jahrzehnten prägte Samuel Huntington – zunächst als Frage, dann als Behauptung – die Formel vom Clash of Civilizations. Auf diese Art seien dem Westen, nachdem ihm der Kommunismus der realsozialistischen Länder als Gegner abhandenkam, neue Herausforderungen erwachsen. Heutzutage wird nur noch selten auf Huntingtons Begrifflichkeit Bezug genommen, bleibt doch seine Vorstellung von Kultur recht vage und scheint die These von homogenen „Kulturräumen“ mehr als fraglich. Zur Erklärung aktueller Konflikte und Kriege wird allerdings vermehrt auf eine bestimmte Kulturform, nämlich die Religion zurückgegriffen. Wenn der Ägypter Hamed Abdel Samad in Der islamische Faschismus (2014) wortreich vertritt, Islam und Faschismus seien von Grund auf wesensverwandt, stößt diese These in vielen Medien und in einer breiten Öffentlichkeit auf große Resonanz, da sie unter anderem eine einfache Erklärung für das Vordringen und die terroristischen Praktiken von ISIS im Nordirak anzubieten scheint. Dabei wird darüber hinweggegangen, dass etwa der Begriff „Jihad“ innerhalb der islamischen Welt unterschiedliche und widersprüchliche Interpretationen erfährt, und die Bandbreite von der angeblich legitimen Gewalt gegen Ungläubige bis zum individuellen inneren Kampf um den richtigen Glauben reicht. Zudem werden politisch-ökonomische Hintergründe für kriegerische Auseinandersetzungen oftmals ausgeblendet und diese als reines Kulturphänomen gesehen. Eine Untersuchung neuerer politischer Allianzen und Konflikte sollte jedoch beide Ebenen ins Auge fassen, wobei der Blick nicht auf den Islam und auf den Nahen Osten zu beschränken ist. So kann allgemein gefragt werden, inwieweit nicht-staatliche Gruppierungen (wie ISIS) in neuerer Zeit oder Nationalstaaten (wie Saudi-Arabien) bereits seit Längerem Religion zur Legitimation und auch zur Durchsetzung ihrer machtpolitischen und ökonomischen Interessen heranziehen. Das betrifft in ähnlicher Weise andere fundamentalistische Orientierungen, seien diese nun christlich, muslimisch oder hinduistisch. Religiös-politische Bewegungen können sich gegen das Vordringen „westlicher“ neoliberaler Regime richten und eine Rückkehr zu vorgeblich traditionellen Werten versprechen. Ebenso gut können neoliberale Konzepte der Wirtschaftsordnung jedoch Hand und Hand mit einer verstärkten Hinwendung zur Religion einhergehen, wie es die AKP in der Türkei, PAN in Mexiko, die Rechte in Guatemala und nicht zuletzt die Tea Party in den USA zeigen.

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Editorial PROKLA 178

Die Redaktion am 16. März 2015

Download summaries (engl.) & AutorInnen

Titel 2015-01Editorial: Biokapitalismus (März 2015)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Biokapitalismus (März 2015)
Kean Birch und David Tyfield: Biowert, Biokapital – oder was sonst? Theoretische Überlegungen zur Bioökonomie
Susanne Lettow: Biokapitalismus und Inwertsetzung der Körper. Perspektiven der Kritik
Rüdiger Kunow: Zur Ökonomisierung des menschlichen Körpers im Zeichen von Globalisierung und Neoliberalismus
Eun-Jeung Lee: „Schönheit ist Macht“. Das Beispiel Lookism in Südkorea
Frederike Offizier: Die richtige Wahl. Biotechnologie, Selbstüberwachung & Identität
Veronika Siegl: Märkte der guten Hoffnung. Leihmutterschaft, Arbeit und körperliche Kommodifizierung in Russland
Außerhalb des Schwerpunkts
Serhat Karakayalı: Die Camera Obscura der Identität. Zur Reichweite des Critical-Whiteness-Ansatzes
Einsprüche
Klaus Müller: Warum die Ukraine gescheitert ist Oligarchische Konsolidierung und geopolitisches Hasardspiel
Alp Kayserilioğlu: Das Massaker von Paris

Die Diskussion über gesellschaftliche Naturverhältnisse hat vielfach das gesellschaftliche Verhältnis zur äußeren Natur thematisiert. Dabei geht es um die herrschaftliche Aneignung der Natur. Die Befürchtung, die bereits von Marx geäußert wurde, dass nämlich der Kapitalismus die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen und ihrer Gesellschaft untergräbt und zerstört, hat nichts von ihrer Bedeutung und Aktualität verloren. Wenn neuerdings nach einem Ausdruck von Paul Crutzen vom Anthropozän die Rede ist, dann ist damit das erdgeschichtliche Moment gemeint, in dem die Menschen eine alles Leben beeinflussende geologische Kraft geworden sind. Doch ist das keine Feststellung eines bloß positiven Sachverhalts. Vielmehr hat sich die schon von Marx beobachtete Tendenz, dass es keine von Menschen unberührte Natur mehr gibt, radikal fortgesetzt. Sie haben unter kapitalistischen Bedingungen in derart beschleunigter Weise die Erdkruste aufgewühlt und in die natürlichen Kreisläufe eingegriffen, dass es in vielerlei Hinsicht zu dramatischen Rückwirkungen auf das gesellschaftliche Leben kommt. Weiterlesen im Editorial.

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Diskussionsveranstaltung in Leipzig: Kontroversen über Gesellschaftstheorie

Die Redaktion am 17. April 2014

Prokla_Conne_Island_2014-04-24f_vorderAm 24. April stellt die PROKLA zwei ihrer aktuellen Hefte in Leipzig vor.

AutorInnen und Redakteure diskutieren gesellschaftstheoretische Kontroversen: Was bedeutet (kritische) Gesellschaftstheorie? Was sind zentrale Kontroversen und wo liegt ihre aktuelle Relevanz? Wie lässt sich der Zusammenhang verschiedener Herrschaftsverhältnisse gesellschaftstheoretisch denken – und welche Rolle spielen dabei gesellschaftstheoretische Überlegungen im Anschluss an Marx und den materialistischen Feminismus? Aktualitätsbezogen wird es dabei auch um die Frage gehen, welche Konsequenzen sich hieraus für das Verständnis der Krise, den Zusammenhang verschiedener Krisentendenzen zusammen und für politische Strategien ergeben.

Es diskutieren:

Julia Dück (Berlin)
Etienne Schneider (Wien)
Alex Demirovic (Frankfurt/Main)

Moderation: Christian Schmidt (Leipzig)

Conne Island, Koburger Str. 3, Leipzig
24.4.2014, Beginn: 19:00 Uhr

Die PROKLA publiziert seit 1971 zu Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie. Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. –

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40 Jahr neoliberaler Putsch in Chile

Die Redaktion am 11. September 2013

Anlässlich des 40. Jahrestages des Militärputsches in Chile möchten wir auf einige ältere Texte hinweisen:
http://www.prokla.de/wp/wp-content/uploads/1973/Prokla10.pdf
http://www.prokla.de/wp/wp-content/uploads/1974/Prokla14-15.pdf

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40 Jahre Krise

Die Redaktion am 23. September 2012

Aus gegebenem Anlass: der Prokla-Krisen-Brennpunkt. Liste aller Artikel zum Thema Krise aus mehr als 40 Jahren Prokla.

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Öffentliche Diskussion über „Kulturkämpfe – Von der neuen Bürgerlichkeit zum Sozialrassismus?“

Die Redaktion am 10. Oktober 2010

Eine gemeinsame Veranstaltung von NGBK und PROKLA anlässlich der neuen PROKLA-Ausgabe 160 zum Thema „Kulturkämpfe“ – am 30. November 2010 um 19 Uhr
Seitdem vor einigen Jahren die „Unterschichten-Debatte“ geführt wurde, lässt sich hierzulande zunehmend die politische Tendenz erkennen, Fragen sozialer Ungleichheit zu Phänomenen kultureller Differenz zu erklären. Die sozialdemokratische Aufforderung an die Arbeitslosen, ihrem Schicksal durch „Waschen und Rasieren“ zu entkommen, stellte nur die Spitze eines ganzen Eisbergs diskursiver Anstrengungen dar, das staatlich alimentierte „Prekariat“ zur Übernahme gut „bürgerlicher“ Lebensführungsmuster anzuhalten. Dieser Modus öffentlicher Auseinandersetzung hat sich zuletzt nochmals verschärft und in der „Sarrazin-Debatte“ sowie den Äußerungen Horst Seehofers einen vorläufigen Höhepunkt gefunden: Probleme materieller Not und politischer Entrechtung werden zu Fragen kultureller Entfremdung und sozialer „Integration“ umdefiniert. Weiterlesen »

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Die Redaktion am 25. Januar 2010

Mit ihrem neuen Volltextangebot ist die Prokla jetzt auch in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek vertreten.

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Öffentliche Diskussion über den „blutigen Ernst“

Die Redaktion am 24. Januar 2010

Plakat 9.2.2010Ist die aktuelle Krise wirklich schon „Schnee von gestern“?
Hat der Staat seine Mission als „Retter in der Not“ erfüllt?
Werden die Strukturprobleme der Weltwirtschaft in Zukunft noch zunehmen?

Drei Autoren der PROKLA 157 mit dem Schwerpunkt „Der blutige Ernst. Krise und Politik“ diskutieren aus verschiedenen Perspektiven über Politik und Ökonomie in der aktuellen Krise: Stefan Schmalz (Autor PROKLA, Uni Kassel), Ingo Stützle (Autor PROKLA, Redakteur der Zeitschrift analyse&kritik) und Christina Kaindl (Autorin PROKLA, Redakteurin der Zeitschrift Luxemburg).

Dorothea Schmidt (Redakteurin PROKLA) moderiert und Katja Kipping (MdB und Vizevorsitzende der Partei Die LINKE) kommentiert.

9. FEBRUAR, 18.30 UHR
Humboldt-Universität Berlin
Inst. f. Sozialwissenschaften
EG, Raum 002/003
Universitätsstraße 3b

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