PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

  • In der Zeitschrift PROKLA werden seit 1971 Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie bearbeitet. Im Zentrum stehen dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse, Polarisierungen im internationalen System und das gesellschaftliche Naturverhältnis.
  • PROKLA aktuell

    PROKLA 159 "Marx!" ist gerade erschienen.

    Demnächst erscheint PROKLA 160 "Kulturkämpfe".

    Derzeit läuft der Call for Papers für PROKLA 162 "Nie wieder Krieg?".

  • Brennpunkte

    Heftübergreifende Zusammenstellung von Artikeln zu aktuellen Themen:

Editorial PROKLA 155

Erstellt von Die Redaktion am 14. Juli 2009

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Titel 2009-02Sozialismus? (Juni 2009)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Alex Demirović: Rätedemokratie und das Ende der Politik
Raul Zelik: Nach dem Kapitalismus: Warum der Staatssozialismus ökonomisch ineffizient war und was das für Alternativen heute bedeutet
Katharina Götsch: Marktsozialismus – Die Linke auf der Suche nach einer neuen Theorie
Christian Siefkes: Ist Commonismus Kommunismus? Commonsbasierte Peer-basierte Produktion und der kommunistische Anspruch
Hendrik Wallat: Weder Staat noch Kollektiv. Sozialismuskritik im Werk von Karl Marx
Ralf Hoffrogge: „Die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt“ – Sozialismuskonzepte und deutsche Arbeiterbewegung 1848 – 1920
Marcel van der Linden: Der Sozialismus, der keiner war:
marxistische Kritiken der Sowjetgesellschaft
Renate Hürtgen: Vergesellschaftung und Partizipation oder: Was findet man auf der Suche nach sozialistischen Alternativen im VEB?

Vom 21. bis 26. Oktober 1985 fand in Cavtat bei Dubrovnik das zehnte „round table“ Gespräch der Zeitschrift „Sozialismus in der Welt“ statt. Das Thema jener Veranstaltung war „Sozialismus im 21. Jahrhundert“. In der intellektuell recht offenen Atmosphäre Jugoslawiens ging es darum, sich Rechenschaft über neue Technologien, die sozialen Bewegungen, über die damalige Krise des Kapitalismus und die Möglichkeiten des Sozialismus vor der Schwelle des neuen Jahrtausends abzulegen. Fünf Jahre später schien es kaum noch möglich, von einer sozialistischen Zukunft zu sprechen. Die „Volksdemokratien“, in denen kommunistische Parteien regiert hatten, waren ebenso wie die Sowjetunion am Ende. Auch jener Teil der Linken in den westlichen Ländern, die den „Realsozialismus“ schon lange kritisiert hatten, waren angesichts von dessen Zusammenbruch weitgehend sprachlos. Wer an sozialistischen Vorstellungen festhielt, tat dies eher defensiv (vgl. die Beiträge in PROKLA 78 Auf der Suche nach dem verlorenen Sozialismus, März 1990). Markt und repräsentative Demokratie triumphierten, wieder einmal redeten die euphorisierten bürgerlichen Geschichtsphilosophen vom Ende der Geschichte. Weiterlesen »