PROKLA

Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft

  • In der Zeitschrift PROKLA werden seit 1971 Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie bearbeitet. Im Zentrum stehen dabei gesellschaftliche Machtverhältnisse, Polarisierungen im internationalen System und das gesellschaftliche Naturverhältnis.
  • PROKLA aktuell

    PROKLA 159 "Marx!" ist gerade erschienen.

    Demnächst erscheint PROKLA 160 "Kulturkämpfe".

    Derzeit läuft der Call for Papers für PROKLA 162 "Nie wieder Krieg?".

  • Brennpunkte

    Heftübergreifende Zusammenstellung von Artikeln zu aktuellen Themen:

Editorial PROKLA 159

Erstellt von Die Redaktion am 8. Juli 2010

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Titel 2010-02Marx! (Juni 2010)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Alex Demirović: Struktur, Handlung und der ideale Durchschnitt
Urs Marti: Marx und die politische Philosophie der Gegenwart
Jörg Stadlinger, Dieter Sauer: Marx & Moderne.
Dialektik der Befreiung oder Paradoxien der Individualisierung?
Paul Burkett, John Bellamy Foster: Stoffwechsel, Energie
und Entropie in Marx’ Kritik der politischen Ökonomie
Jenseits des Podolinsky-Mythos (Teil 1)
Hanno Pahl: Marx, Foucault und das Projekt
einer Wissenssoziologie der Wirtschaftswissenschaften
Jannis Milios, Dimitris P. Sotiropoulos: Marxsche Theorie
und Imperialismus
Außerhalb des Schwerpunkts
Klaus Müller, Rudi Schmidt: Von der griechischen zur europäischen Krise

Mit der Finanzkrise von 2008 und der Wirtschaftskrise, die 2009 folgte, wuchs geradezu schlagartig das öffentliche Interesse an Marx. Nachdem es an den ökonomischen genauso wie an den meisten sozialwissenschaftlichen Fachbereichen deutscher Universitäten schon lange keine Lehrveranstaltungen mehr zur Marxschen Theorie gegeben hatte, nachdem man in den Medien des Mainstreams Marx seit Jahren nur dann noch hervorkramte, wenn man ihm aufs Neue bescheinigen wollte, dass er überholt sei, war dieses erneute Interesse zwar bemerkenswert, aber bei näherem Hinsehen doch nicht so ganz überraschend. Während die herrschende neoklassische Theorie seit Jahrzehnten das Hohelied effizienter Märkte sang, die – wenn sie nur ausreichend dereguliert und flexibilisiert seien – nie und nimmer eine Krise hervorbringen würden, war die Krise plötzlich wieder da. Und die Regierungen, denen die Glaubenssätze des Neoliberalismus längst als unbestreitbarer common sense galten, griffen zu interventionistischen Maßnahmen bis hin zur Bankenverstaatlichung, um wenigstens die unmittelbaren Krisenfolgen abzumildern, waren aber genauso wie die Vielzahl der sie beratenden Experten unsicher, ob das dicke Ende nicht erst noch bevorsteht. In dieser Situation konnte sich einem schon die Frage aufdrängen, ob der alte Mann mit dem Rauschebart nicht vielleicht doch recht gehabt hatte, mit seiner Diagnose, dass Krisen keine Betriebsunfälle, sondern notwendige Begleiterscheinungen des Kapitalismus seien? Und wenn er schon mit dieser Diagnose recht behalten hatte, sollte dann vielleicht auch am Rest seiner Kapitalismuskritik etwas dran sein? Bei einem Großteil der medialen Auseinandersetzung mit Marx konnte man den Eindruck gewinnen, dass es vor allem darum ging einen solchen Verdacht auszuräumen: Ja, mit der Krise habe Marx vielleicht einen Punkt erwischt, aber trotzdem könne man mit der Marxschen Theorie insgesamt heute nicht mehr viel anfangen – so der Tenor vieler Beiträge. Warum man aber mit der schon mehr als einmal an der Wirklichkeit gescheiterten neoklassischen Theorie, deren Vertreter in den letzten 40 Jahren so viele Nobelpreise abgeräumt hatten und die nach wie vor den Standardlehrstoff an den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen ausmacht, besser fahren würde, konnte einem niemand erklären. In so manchen studentischen und auch in einigen gewerkschaftlichen Gruppen wurden die Fragen nach der Erklärungskraft der Marxschen Theorie dagegen zum Anlass für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Marx genommen. Kapital-Lektüre Kurse (in der Regel fernab jeder institutionellen Anbindung) hatten eine Zeitlang Hochkonjunktur und existieren zum Teil auch jetzt noch. Weiterlesen »

Editorial PROKLA 157

Erstellt von Die Redaktion am 9. Januar 2010

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Titel 2009-04Der blutige Ernst:
Krise und Politik
(Dezember 2009)

PROKLA-Redaktion: Editorial
Rudi Schmidt: Nachruf auf Jürgen Hoffmann
Jürgen Hoffmann: Die Krise von 1929 und das Ende der Weimarer Republik
Ingo Schmidt: Große Krisen seit den 1930er Jahren
Joachim Becker, Johannes Jäger: Die EU und die große Krise
Klaus Dörre, Michael Behr, Dennis Eversberg, Karen Schierhorn: Krise ohne Krisenbewusstsein? Zur subjektiven Dimension kapitalistischer Landnahmen
Christina Kaindl: Extreme Rechte in der Krise – Kämpfe ums Subjekt
Alex Demirović: Kehrt der Staat zurück? Wirtschaftskrise und Demokratie
Ingo Stützle: To be or not to be a Keynesian – ist das die Frage? Kritik und Grenzen wirtschaftspolitischer Alternativen
Dieter Boris, Stefan Schmalz: Eine Krise des Übergangs: Machtverschiebungen in der Weltwirtschaft
Hanna Al Taher, Matthias Ebenau: Phoenix und Asche:
Indien und die Weltwirtschaftskrise
Außerhalb des Schwerpunkts
Silke van Dyk: Gegenstrategien als (neue) Systemressource des Kapitalismus?

„Der Blutige Ernst“, so hieß eine von George Grosz und Carl Einstein im Jahr 1919 herausgegebene satirische Zeitschrift, die einen schonungslosen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse warf. Mit (nicht nur) satirischen Mitteln stellten sie den „blutigen Ernst“ der Lage der bürgerlichen Schönfärberei gegenüber. Um den blutigen Ernst der Krise soll es auch in diesem Heft der PROKLA gehen. Weiterlesen »

Prokla-Brennpunkt “Krise”

Erstellt von Markus am 10. September 2009

Prokla 159

  • Klaus Müller, Rudi Schmidt: Von der griechischen zur europäischen Krise

Prokla 157 “Der blutige Ernst: Krise und Politik”

Prokla 154

  • Michael Krätke: Kritik der öffentlichen Finanzen. Die Finanzkrise des Staates erneut betrachtet
  • Beat Weber: Krise der Finanzmärkte – Krise der Risikosindividualisierung
  • Lutz Brangsch: Verstaatlichung in Krisenzeiten – Politik und Ökonomie

Prokla 153

  • Trevor Evans: Die gegenwärtige Finanzkrise und die Grenzen der US-amerikanischen Geldpolitik
  • Christoph Scherrer: Bleibt das US-Finanzkapital trotz Krise hegemonial?
  • Peter Marcuse: Ein anderer Blick auf die Subprime Krise

Prokla 146

  • Trevor Evans: Das Ende der Immobilienblase in den USA

Prokla 134 “Die kommende Deflationskrise”

Prokla 124

Prokla 118 “Re-Regulierung der Weltwirtschaft”

Prokla 113

  • Robert Guttmann: Die strategische Rolle der Pensionsfonds

Prokla 106

  • Tomas Steffens: Die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung zwischen Markt und Strukturkonservativismus

Prokla 103 “Vom Gelde”

Prokla 98

  • Paul Ginsborg: Die italienische Krise
  • Peter Kammerer: Pasolini und die italienische Krise. Eine Arbeitshypothese

Prokla 77

  • David M. Gordon: Die Weltwirtschaft: Neues Bauwerk auf bröckelnden Fundamenten

Prokla 71

  • Vella Pillay: Der Borsenkrach und sein Nachspiel
  • Barbara Topper: Schuldnerland Argentinien: Enteignung durch das internationale Finanzkapital oder hausgemachte Misere?
  • Nicola Liebert: Schuldenkrise: Die Position der Glaubiger und das Potential flir einen SchuldenerlaB

Prokla 67

  • Ganßmann, Weggler, Wolf: Über die “Krise des Sozialstaats”

Prokla 64

  • Boy Lüthje: Regulierungskrise im Telekommunikationssektur in der BRD

Prokla 59

  • Thomas Hurtienne: Krise in Lateinamerika

Prokla 58

  • Alain Lipietz: Akkumulation, Krisen und Auswege aus der Krise

Prokla 57 “Krise der Ökonomie – Versagen der Krisentheorie?”

Prokla 53 “»Das Leben geht weiter!« Verarbeitungsformen der kapitalistischen Krise”

Prokla 52 “50 Jahre danach… Weltwirtschaftskrise Faschismus Autoritärer Staat”

Prokla 46 “…Fertig …Aus …Amen! Krisenbetroffenheit und Zeiterfahrung

Prokla 30 “Krise und Krisentheorien”

Prokla 1

  • Neusüß, Blanke, Altvater: Kapitalistischer Weltmarkt und Weltwährungskrise