Erstellt von Die Redaktion am 8. Juli 2010
Marx! (Juni 2010)
| PROKLA-Redaktion: Editorial |
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| Alex Demirović: Struktur, Handlung und der ideale Durchschnitt |
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| Urs Marti: Marx und die politische Philosophie der Gegenwart |
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Jörg Stadlinger, Dieter Sauer: Marx & Moderne.
Dialektik der Befreiung oder Paradoxien der Individualisierung? |
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Paul Burkett, John Bellamy Foster: Stoffwechsel, Energie
und Entropie in Marx’ Kritik der politischen Ökonomie
Jenseits des Podolinsky-Mythos (Teil 1) |
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Hanno Pahl: Marx, Foucault und das Projekt
einer Wissenssoziologie der Wirtschaftswissenschaften |
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Jannis Milios, Dimitris P. Sotiropoulos: Marxsche Theorie
und Imperialismus |
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| Außerhalb des Schwerpunkts |
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| Klaus Müller, Rudi Schmidt: Von der griechischen zur europäischen Krise |
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Mit der Finanzkrise von 2008 und der Wirtschaftskrise, die 2009 folgte, wuchs geradezu schlagartig das öffentliche Interesse an Marx. Nachdem es an den ökonomischen genauso wie an den meisten sozialwissenschaftlichen Fachbereichen deutscher Universitäten schon lange keine Lehrveranstaltungen mehr zur Marxschen Theorie gegeben hatte, nachdem man in den Medien des Mainstreams Marx seit Jahren nur dann noch hervorkramte, wenn man ihm aufs Neue bescheinigen wollte, dass er überholt sei, war dieses erneute Interesse zwar bemerkenswert, aber bei näherem Hinsehen doch nicht so ganz überraschend. Während die herrschende neoklassische Theorie seit Jahrzehnten das Hohelied effizienter Märkte sang, die – wenn sie nur ausreichend dereguliert und flexibilisiert seien – nie und nimmer eine Krise hervorbringen würden, war die Krise plötzlich wieder da. Und die Regierungen, denen die Glaubenssätze des Neoliberalismus längst als unbestreitbarer common sense galten, griffen zu interventionistischen Maßnahmen bis hin zur Bankenverstaatlichung, um wenigstens die unmittelbaren Krisenfolgen abzumildern, waren aber genauso wie die Vielzahl der sie beratenden Experten unsicher, ob das dicke Ende nicht erst noch bevorsteht. In dieser Situation konnte sich einem schon die Frage aufdrängen, ob der alte Mann mit dem Rauschebart nicht vielleicht doch recht gehabt hatte, mit seiner Diagnose, dass Krisen keine Betriebsunfälle, sondern notwendige Begleiterscheinungen des Kapitalismus seien? Und wenn er schon mit dieser Diagnose recht behalten hatte, sollte dann vielleicht auch am Rest seiner Kapitalismuskritik etwas dran sein? Bei einem Großteil der medialen Auseinandersetzung mit Marx konnte man den Eindruck gewinnen, dass es vor allem darum ging einen solchen Verdacht auszuräumen: Ja, mit der Krise habe Marx vielleicht einen Punkt erwischt, aber trotzdem könne man mit der Marxschen Theorie insgesamt heute nicht mehr viel anfangen – so der Tenor vieler Beiträge. Warum man aber mit der schon mehr als einmal an der Wirklichkeit gescheiterten neoklassischen Theorie, deren Vertreter in den letzten 40 Jahren so viele Nobelpreise abgeräumt hatten und die nach wie vor den Standardlehrstoff an den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen ausmacht, besser fahren würde, konnte einem niemand erklären. In so manchen studentischen und auch in einigen gewerkschaftlichen Gruppen wurden die Fragen nach der Erklärungskraft der Marxschen Theorie dagegen zum Anlass für eine vertiefte Auseinandersetzung mit Marx genommen. Kapital-Lektüre Kurse (in der Regel fernab jeder institutionellen Anbindung) hatten eine Zeitlang Hochkonjunktur und existieren zum Teil auch jetzt noch. Weiterlesen »
Erstellt von Die Redaktion am 9. Januar 2010
Der blutige Ernst:
Krise und Politik
(Dezember 2009)
| PROKLA-Redaktion: Editorial |
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| Rudi Schmidt: Nachruf auf Jürgen Hoffmann |
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| Jürgen Hoffmann: Die Krise von 1929 und das Ende der Weimarer Republik |
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| Ingo Schmidt: Große Krisen seit den 1930er Jahren |
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| Joachim Becker, Johannes Jäger: Die EU und die große Krise |
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| Klaus Dörre, Michael Behr, Dennis Eversberg, Karen Schierhorn: Krise ohne Krisenbewusstsein? Zur subjektiven Dimension kapitalistischer Landnahmen |
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| Christina Kaindl: Extreme Rechte in der Krise – Kämpfe ums Subjekt |
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| Alex Demirović: Kehrt der Staat zurück? Wirtschaftskrise und Demokratie |
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| Ingo Stützle: To be or not to be a Keynesian – ist das die Frage? Kritik und Grenzen wirtschaftspolitischer Alternativen |
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| Dieter Boris, Stefan Schmalz: Eine Krise des Übergangs: Machtverschiebungen in der Weltwirtschaft |
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Hanna Al Taher, Matthias Ebenau: Phoenix und Asche:
Indien und die Weltwirtschaftskrise |
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| Außerhalb des Schwerpunkts |
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| Silke van Dyk: Gegenstrategien als (neue) Systemressource des Kapitalismus? |
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„Der Blutige Ernst“, so hieß eine von George Grosz und Carl Einstein im Jahr 1919 herausgegebene satirische Zeitschrift, die einen schonungslosen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse warf. Mit (nicht nur) satirischen Mitteln stellten sie den „blutigen Ernst“ der Lage der bürgerlichen Schönfärberei gegenüber. Um den blutigen Ernst der Krise soll es auch in diesem Heft der PROKLA gehen. Weiterlesen »
Erstellt von Die Redaktion am 14. Juli 2009
Sozialismus? (Juni 2009)
| PROKLA-Redaktion: Editorial |
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| Alex Demirović: Rätedemokratie und das Ende der Politik |
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| Raul Zelik: Nach dem Kapitalismus: Warum der Staatssozialismus ökonomisch ineffizient war und was das für Alternativen heute bedeutet |
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| Katharina Götsch: Marktsozialismus – Die Linke auf der Suche nach einer neuen Theorie |
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| Christian Siefkes: Ist Commonismus Kommunismus? Commonsbasierte Peer-basierte Produktion und der kommunistische Anspruch |
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| Hendrik Wallat: Weder Staat noch Kollektiv. Sozialismuskritik im Werk von Karl Marx |
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| Ralf Hoffrogge: „Die wirkliche Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt“ – Sozialismuskonzepte und deutsche Arbeiterbewegung 1848 – 1920 |
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Marcel van der Linden: Der Sozialismus, der keiner war:
marxistische Kritiken der Sowjetgesellschaft |
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| Renate Hürtgen: Vergesellschaftung und Partizipation oder: Was findet man auf der Suche nach sozialistischen Alternativen im VEB? |
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Vom 21. bis 26. Oktober 1985 fand in Cavtat bei Dubrovnik das zehnte „round table“ Gespräch der Zeitschrift „Sozialismus in der Welt“ statt. Das Thema jener Veranstaltung war „Sozialismus im 21. Jahrhundert“. In der intellektuell recht offenen Atmosphäre Jugoslawiens ging es darum, sich Rechenschaft über neue Technologien, die sozialen Bewegungen, über die damalige Krise des Kapitalismus und die Möglichkeiten des Sozialismus vor der Schwelle des neuen Jahrtausends abzulegen. Fünf Jahre später schien es kaum noch möglich, von einer sozialistischen Zukunft zu sprechen. Die „Volksdemokratien“, in denen kommunistische Parteien regiert hatten, waren ebenso wie die Sowjetunion am Ende. Auch jener Teil der Linken in den westlichen Ländern, die den „Realsozialismus“ schon lange kritisiert hatten, waren angesichts von dessen Zusammenbruch weitgehend sprachlos. Wer an sozialistischen Vorstellungen festhielt, tat dies eher defensiv (vgl. die Beiträge in PROKLA 78 Auf der Suche nach dem verlorenen Sozialismus, März 1990). Markt und repräsentative Demokratie triumphierten, wieder einmal redeten die euphorisierten bürgerlichen Geschichtsphilosophen vom Ende der Geschichte. Weiterlesen »