Recht - Demokratie - Weltgesellschaft

Überlegungen anläßlich der rechtstheoretischen Werke von Jürgen Habermas und Niklas Luhmann (Teil 1)

Autor/innen

  • Wolf-Dieter Narr

DOI:

https://doi.org/10.32387/prokla.v24i94.1011

Schlagworte:

Recht, Demokratie, Weltgesellschaft, Luhmann, Habermas

Abstract

Was bewegt zwei bedeutende Gesellschaftstheoretiker zum Recht? Dessen (vermutete) sozialintegrative Kraft den einen, dessen Erwartungen stabilisierende Funktion den anderen. Recht wird als Errungenschaft der (europäischen) Zivilisation betrachtet, die Ordnung in die instabilen weitgesellschaftlichen Prozesse bringen kann. Beide Theoretiker 'erfinden' indessen ihr Recht aus einem diskurs- bzw. systemtheoretischen Blick, indem es bei Habermas als 'radikaldemokratischer Transformator' zwischen System und 'der' Lebenswelt, bei Luhmann allein aufgrund seiner 'operationellen Geschlossenheit' als problembewältigender Mechanismus erscheint. Die Realität des Rechts wird von beiden nur soweit in Augenschein genommen, wie sie die Souveränität der je eigenen realistisch gewendeten Begriffswelt demonstriert. - Der Artikel wird mit einer näheren Analyse der von Habermas und Luhmann vorausgesetzten Gesellschaftsbegriffe fortgesetzt.

Downloads

Keine Nutzungsdaten vorhanden.

Veröffentlicht

1994-03-01

Ausgabe

Rubrik

Artikel des Heftschwerpunkts